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Heutige (03.06.2026) Blaulichtmeldungen aus Berlin/Brandenburg

Lesen Sie in unserem Live-Ticker die aktuellen Polizei- und Feuerwehrmeldungen aus Berlin/Brandenburg vom 03.06.2026

Foto: unsplash

Der Liveticker wird ständig aktualisiert.

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03.06.2026 – 15:21

BPOLD-B: Bundespolizei nimmt flüchtigen Taschendieb fest

Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg (ost)

Am Dienstagabend soll ein Mann den Rucksack eines Reisenden in einem Regionalzug gestohlen haben. Die Bundespolizei suchte nach dem Mann und nahm ihn vorübergehend fest.

Um 17 Uhr fuhr ein Reisender mit seinen Kollegen im RE2 in Richtung Berlin, als er bemerkte, dass sein Rucksack während der Fahrt gestohlen wurde. Der 59-jährige Deutsche informierte dann den Zugbegleiter des Regionalzuges. Vorher hatte der Reisende einen Mann in einem auffälligen grünen Trainingsanzug bemerkt, der hinter ihm saß. Als der Zug am Bahnhof Berlin Ostkreuz hielt, erkannte er den Mann wieder, hielt ihn mit seinen Begleitern fest und forderte ihn auf, seinen Rucksack zu öffnen. Der Mann folgte der Aufforderung, gab den Laptop des 59-Jährigen heraus, ergriff dann aber die Flucht. Die Bundespolizei suchte nach dem Flüchtigen und konnte den 23-jährigen Algerier kurz darauf in der Nähe des Bahnhofs vorläufig festnehmen. Der 59-Jährige erkannte den Mann eindeutig wieder. Einige der gestohlenen Gegenstände wurden im Zug gefunden. Die Einsatzkräfte übergaben sie sofort dem Eigentümer.

Die Bundespolizei sicherte Videoaufzeichnungen und leitete ein Ermittlungsverfahren gegen den 23-jährigen Algerier wegen des Verdachts des Diebstahls ein, der sich auch illegal im Bundesgebiet aufhielt. Der bereits polizeibekannte Mann soll im Laufe des Tages einem Richter vorgeführt werden.

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Bundespolizeidirektion Berlin
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03.06.2026 – 10:22

THW LVBEBBST: Rund 50 THW-Kräfte beim Straßenbahnunfall in Berlin-Lichtenberg im Einsatz

Berlin (ost)

Mit Fachberatung, einem Mobilkran, Motortrennschleifern, Sägen und hydraulischem Rettungsgerät unterstützte das Technische Hilfswerk die Bergungsarbeiten an der Unfallstelle in Berlin-Hohenschönhausen bis in die frühen Morgenstunden. Bei der Entgleisung einer Straßenbahn am Dienstag wurden laut Berliner Feuerwehr 20 Menschen verletzt, drei davon schwer.

Die Aufgabe für das THW bestand darin, den Kräften der BVG für den vorderen Zugteil Zugang zu den Hebepunkten zu verschaffen, um die Bergung der beschädigten Straßenbahn zu ermöglichen. Die THW Helferinnen und Helfer mussten dafür Erdreich ausheben und Betoneinfassungen aufbrechen. Der hintere Zugteil wurde mithilfe von Motortrennschleifern, Sägen und hydraulischem Rettungsgerät in transportfähige Segmente gebracht. Diese wurden mit einem Kran auf zwei Tieflader für den Abtransport zum BVG-Betriebshof verladen.

Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer aus den THW-Ortsverbänden Lichtenberg, Berlin-Mitte, Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf und Berlin-Pankow war bis kurz vor 3 Uhr morgens im Einsatz.

Christian Utech war als Fachberater eingesetzt und einer der ersten THW-Kräfte an der Unfallstelle. Der komplexe Einsatz konnte "durch die professionelle Zusammenarbeit zwischen THW und BVG noch in der Nacht erfolgreich abgeschlossen werden," erklärt er, und ergänzt: "Die Einsatzstelle war an einer sehr schwierigen Stelle, insbesondere für den Kran musste erst aufwändig eine geeignete Aufbaufläche geschaffen werden. Außerdem waren die Wagensegmente stark in Mitleidenschaft gezogen, da galt es umsichtig bei der Bearbeitung vorzugehen."

Der Mobilkran, mit einer Hubhöhe von bis zu 48 Metern und einer maximalen Traglast von 50 Tonnen, gehört seit vergangenem Jahr zum THW-Ortsverband Berlin-Mitte und ist der einzige seiner Art im THW-Landesverband Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt.

Das THW ist die ehrenamtlich getragene Einsatzorganisation des Bundes. Das Engagement der bundesweit rund 88.000 Freiwilligen bildet die Grundlage für die Arbeit des THW im Bevölkerungsschutz. Mit seinen Fachleuten, seiner Technik und seinen Erfahrungen ist das THW im Auftrag der Bundesregierung weltweit gefragt, wenn Notlagen dies erfordern.

Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) Landesverband Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt Soorstr. 84, 14050 Berlin

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Barbara Schwarzwälder
THW Landesverband Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt
Soorstraße 84, 14050 Berlin
E-Mail: barbara.schwarzwaelder@thw.de
Telefon: 030 30682-441
http://www.lv-bebbst.thw.de

03.06.2026 – 07:30

HZA-P: Hauptzollamt Potsdam feiert 75 Jahre Bundeszollverwaltung und die Einweihung des ParadomeVom Eisenbahndenkmal zum modernen Verwaltungsstandort: Lokzirkus schreibt Zollgeschichte fort

Potsdam (ost)

Anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Bundeszollverwaltung und der gleichzeitigen Einweihung der neuen Liegenschaft, feiert das Hauptzollamt Potsdam zusammen mit seinen Partnern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung gleich zwei historische Meilensteine.

Dr. Rolf Bösinger, Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen: "Dieser Tag steht nicht nur im Zeichen eines neuen Kapitels für das Hauptzollamt Potsdam, sondern auch im Zeichen der Geschichte und Tradition. Denn wir feiern auch 75 Jahre Bundeszollverwaltung - eine Institution, die sich von einer klassischen Grenz- und Abgabenverwaltung zu einer modernen Sicherheitsbehörde und Finanzverwaltung entwickelt hat".

Der Zoll blickt auf 75 Jahre seiner Geschichte in der Bundesrepublik Deutschland zurück. Er leistet einen wichtigen Beitrag für einen funktionierenden Sozialstaat. In den vergangenen Jahrzehnten haben sich die Aufgaben des Zolls sukzessive erweitert. Neben der Erhebung von Zöllen und Steuern bekämpft der Zoll Schwarzarbeit, Schmuggel und internationale Kriminalität. Digitalisierung, internationale Zusammenarbeit und moderne Kontrollmethoden prägen heute die Arbeit des Zolls.

Dr. Armin Rolfink, Präsident der Generalzolldirektion: "Der Zoll nutzt bundesweit viele denkmalgeschützte und historische Gebäude. Das Paradome Potsdam, das als Industriedenkmal erhalten werden konnte, zeigt eindrücklich, wie historische Gebäude in einem modernen Arbeitsumfeld heute genutzt werden können."

Daniel Keller, Minister der Finanzen des Landes Brandenburg: "Die Zollverwaltung ist eine moderne Sicherheits- und Wirtschaftsverwaltung. Sie sorgt dafür, dass Warenströme funktionieren, Lieferketten stabil bleiben und fairer Wettbewerb möglich ist. Gerade für ein exportorientiertes Land wie Brandenburg ist ein leistungsfähiger Zoll daher von enormer Bedeutung. Umso mehr freue ich mich, dass wir mit der neuen Liegenschaft des Hauptzollamtes Potsdam auch ein starkes Bekenntnis zum Standort Potsdam und zum Land Brandenburg sehen."

Dr. Tim Bretschneider, Leiter des Hauptzollamtes Potsdam: "Der traditionsreiche Lokzirkus hat ein neues Kapitel seiner Geschichte aufgeschlagen: Nach aufwändiger Sanierung und Modernisierung hat sich die historische Lokomotiv-Montagehalle nun in ein modernes Büro- und Verwaltungsgebäude verwandelt und schreibt Zollgeschichte fort, in denen sich Tradition, Wandel und Zukunftsfähigkeit verbinden. Als Leiter des Hauptzollamtes Potsdam bin ich stolzer Nutzer des Paradomes und danke allen Beteiligten, die dieses Projekt unterstützt und ermöglicht haben. Die Historie der Zollverwaltung zeigt, dass wir uns fortlaufend an neue Anforderungen anpassen müssen - diese Liegenschaft bietet schon heute die Möglichkeit alle Einheiten des Hauptzollamtes zu vereinen und künftig Spielraum, zusätzlichen Personalbedarf aufzufangen."

Mit großer Sorgfalt wurde der denkmalgeschützte Lokzirkus in den vergangenen vier Jahren umgebaut. So ist das beeindruckende Industriedenkmal durch dauerhafte Nutzung langfristig gesichert. Der Investor und Wegbereiter des Projekts "Paradome", Jürgen Wowra, plante zunächst eine multifunktionale Nutzung mit Büroräumen, Hotel und Veranstaltungsfläche. Später entwickelte sich das Projekt zu einem modernen Verwaltungsstandort.

Jürgen Wowra, Investor und Eigentümer des Paradomes: "Mit Respekt an die Vordenker des PARADOME will gut Ding Weile, und Denkmal eine besonnene Hand haben. Denn einmal in Gang gesetzt, fängt man Geschichte nicht mehr so leicht ein, und es bleibt meist nur ein denk mal nach, bis zur mühsamen Korrektur. Das hat uns bewogen auf den einzig richtigen Wurf zu warten. Und dieser ist uns hiermit gelungen - Danke für diese Möglichkeit -"

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben betreute als Mieter bereits die Umbaumaßnahmen und stellt es dem Hauptzollamt Potsdam zur Verfügung.

Neben modernen Büro- und Besprechungsräumen wurden bei der Sanierung auch nachhaltige und energieeffiziente Lösungen umgesetzt. Das ursprüngliche Sheddach wurde durch ein Dach aus Stahlbeton ersetzt, auf dem mehrere PV-Anlagen montiert wurden. Die damit gewonnene Energie wird für die Betankung der dienstlichen Elektrofahrzeuge genutzt. Außerdem wurde das Gebäude mit einer ökologischen Wärmepumpe ausgestattet. So erhielt der Umbau 2024 beim Brownfield Award des DEBV einen Sonderpreis.

Peter Schindler, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA): "Nach über 120 Jahren Industrienutzung und Leerstand konnte das Gebäude in ein modernes Büro- und Verwaltungsgebäude umgewandelt werden. Rund 16.000 Quadratmeter Nutzfläche sind durch den Einbau neuer Geschossdecken innerhalb des sechseckigen Ziegelbaus entstanden. Die historische Kuppelhalle konnte somit auch nach dem Umbau weiterhin in ihrer ursprünglichen Dimension erhalten bleiben. Das vertrauensvolle, konstruktive und pragmatische Zusammenwirken aller Beteiligten hat es ermöglicht, dieses beeindruckende Bauvorhaben zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen."

Historie des Paradome

Die Lokomotiv-Montagehalle wurde in den Jahren 1899 / 1900 durch Orenstein & Koppel errichtet. Aufgrund ihres sechseckigen Grundrisses sowie der etwa 20 Meter hohen Schwedler-Kuppel mit 48 Metern Spannweite wurde sie auch als "Lokzirkus" bekannt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte die Nutzung als volkseigener Betrieb Lokomotivbau Karl Marx Babelsberg (LKB), in dem bis 1976 Lokomotiven gefertigt wurden. Nach Einstellung des Produktionsbetriebs im Jahr 1990 blieb das Gebäude aufgrund seiner markanten Bauweise und seines industriegeschichtlichen Charakters erhalten und wurde unter anderem als Filmkulisse genutzt. Schließlich fiel die Entscheidung, den Gebäudekomplex zu einer modernen Verwaltungsnutzung umzubauen. Die Baumaßnahmen begannen im Jahr 2022 und wurden im Jahr 2025 abgeschlossen.

Einen besonderen Beitrag zum Gelingen des Festaktes konnte die DRK-Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in Potsdam leisten, die mit der Gestaltung und Erstellung der Einladungskarten und Programmhefte für ein gestalterisches Highlight in höchster Qualität gesorgt hat.

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Hauptzollamt Potsdam
Christiane Ullrich
E-Mail: presse.hza-potsdam@zoll.bund.de
www.zoll.de

Redaktioneller Hinweis: Unser Liveticker basiert auf aktuellen Blaulichtmeldungen des Presseportals und wurde automatisch erstellt.

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