Der Flughafen Berlin Brandenburg wird zum Vorreiter in Deutschland: Schon bald startet dort die Testphase einer innovativen Roboter-Technologie aus Norwegen. Das autonome System von Roboxi soll Mitarbeiter bei wichtigen Aufgaben unterstützen, die Sicherheit erhöhen und gleichzeitig helfen, dem wachsenden Fachkräftemangel an Flughäfen entgegenzuwirken.
Roboter-Revolution am BER: Diese Technologie soll Flughäfen sicherer machen und den Fachkräftemangel bekämpfen

BER wird erster Partner in Deutschland
Der Flughafen Berlin Brandenburg (BER) geht einen neuen Weg in Richtung Zukunft. Als erster deutscher Flughafen wird der BER künftig mit dem norwegischen Technologieunternehmen Roboxi zusammenarbeiten.
Die Testphase soll in den kommenden Monaten beginnen. Ziel ist es, innovative autonome Fahrzeuge in den täglichen Flughafenbetrieb zu integrieren und deren Einsatzmöglichkeiten unter realen Bedingungen zu erproben.

Während weltweit immer mehr Flughäfen nach Lösungen für Personalengpässe und steigende Sicherheitsanforderungen suchen, könnte das Projekt in Berlin eine Vorreiterrolle für ganz Europa einnehmen.
Roboter sollen Menschen unterstützen – nicht ersetzen
Roboxi wurde entwickelt, um Mitarbeiter bei wiederkehrenden, zeitintensiven und ressourcenaufwendigen Aufgaben zu unterstützen. Die Verantwortung und die Entscheidungen bleiben weiterhin bei den Menschen.
Statt Personal zu ersetzen, sollen die autonomen Systeme zusätzliche Unterstützung bieten und die vorhandenen Teams entlasten. Gerade angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels sehen viele Experten in solchen Lösungen eine wichtige Ergänzung für die Zukunft der Luftfahrt.

Roboxi soll künftig verschiedene dieser Aufgaben unterstützen und teilweise automatisiert übernehmen. Dadurch können Mitarbeiter effizienter eingesetzt werden, ohne dass die menschliche Kontrolle verloren geht.
Permanente Überwachung der Start- und Landebahnen
Die Roboter verfügen über moderne Kameratechnik sowie eigens entwickelte Softwarelösungen.
Dadurch können Start- und Landebahnen permanent überwacht werden. Das System erkennt Veränderungen auf der Oberfläche und dokumentiert mögliche Sicherheitsrisiken in Echtzeit.

Während heute viele Kontrollen durch regelmäßige Fahrten von Mitarbeitern erfolgen, kann Roboxi diese Überwachung kontinuierlich durchführen.
KI erkennt gefährliche Fremdkörper
Besonders gefährlich für Flugzeuge sind sogenannte FODs (Foreign Object Debris). Dabei handelt es sich um Fremdkörper wie Schrauben, Metallteile oder andere Gegenstände auf Start- und Landebahnen.
Schon kleine Objekte können erhebliche Schäden an Flugzeugen verursachen.
Mithilfe künstlicher Intelligenz scannt Roboxi die gesamte Fläche und erkennt solche Gefahren automatisch. Die Informationen werden unmittelbar an die zuständigen Mitarbeiter weitergegeben.
Automatische Kontrolle von Runway-Lichtern
Auch die Beleuchtung der Start- und Landebahnen gehört zu den sicherheitskritischen Bereichen eines Flughafens.
Roboxi kann defekte oder fehlerhafte Runway-Lichter selbstständig erkennen und melden. Wartungsteams erhalten dadurch frühzeitig Hinweise auf mögliche Probleme und können schneller reagieren.
Unterstützung bei der Vogelabwehr
Vogelschlag zählt weltweit zu den größten Risiken im Luftverkehr. Kollisionen zwischen Flugzeugen und Vögeln verursachen jedes Jahr Schäden in Millionenhöhe.
Das autonome System kann Vögel auf dem Flughafengelände erkennen und entsprechende Maßnahmen zur Vergrämung unterstützen. Dabei laufen diese Prozesse parallel zu anderen Aufgaben.
Eine Leitstelle für zahlreiche Roboter
Gesteuert wird die gesamte Technologie über ein zentrales Kontrollzentrum.
Dank moderner drahtloser Kommunikation können mehrere Roboter gleichzeitig überwacht werden. Perspektivisch wäre es sogar möglich, dass eine Leitstelle mehrere Flughäfen gleichzeitig betreut.
Die intelligente Vernetzung macht das System besonders flexibel und skalierbar.

Antwort auf den Fachkräftemangel
Die Luftfahrtbranche steht weltweit vor großen Herausforderungen. Viele Flughäfen suchen händeringend nach qualifiziertem Personal für operative und technische Aufgaben.
Genau hier könnte Roboxi einen wichtigen Beitrag leisten. Die Technologie übernimmt monotone Kontrollaufgaben, während sich Mitarbeiter auf sicherheitsrelevante Entscheidungen und komplexe Tätigkeiten konzentrieren können.
Für Flughäfen bedeutet das mehr Effizienz, höhere Sicherheit und eine bessere Nutzung vorhandener Personalressourcen.
Ein Blick in die Zukunft der Luftfahrt
Mit der bevorstehenden Testphase am Flughafen Berlin Brandenburg beginnt eines der spannendsten Innovationsprojekte der deutschen Luftfahrtbranche.
Sollte sich die Technologie im täglichen Betrieb bewähren, könnte sie künftig an vielen weiteren Flughäfen eingesetzt werden. Der BER würde damit nicht nur zum ersten deutschen Partner von Roboxi, sondern auch zum Vorbild für eine neue Generation intelligenter Flughafenlösungen.
Die Zukunft des Flughafenbetriebs könnte damit nicht in der Ablösung von Menschen liegen – sondern in der Zusammenarbeit von Mensch und autonomer Technologie.








