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Bewaffnete Attacke in Papua: Zwei Besatzungsmitglieder nach Beschuss einer Zivilmaschine getötet

Der Pilot und sein Copilot starben, während alle Passagiere unverletzt entkommen konnten. Derzeit ist unklar, wer für den Angriff verantwortlich ist.

Foto: depositphotos

Bei der Landung eines Kleinflugzeugs in der südlichen Region Papuas wurde die Maschine von Unbekannten beschossen. Der Zwischenfall ereignete sich am Mittwochmittag am Korowai-Flughafen im Bezirk Boven Digoel, als das Flugzeug aus der Stadt Tanah Merah ankam.

An Bord befanden sich laut Polizeiangaben 13 Passagiere sowie Pilot und Copilot. Kurz nach dem Aufsetzen eröffneten Unbekannte das Feuer auf die Cessna Caravan-Maschine, die für die lokale Fluggesellschaft Smart Air im Einsatz war. Die Besatzung und Passagiere verließen daraufhin das Flugzeug und suchten Schutz im nahegelegenen Wald.

Während alle 13 Passagiere den Schusswechsel überlebten, wurden sowohl der Pilot als auch der Copilot tödlich getroffen. Die Behörden bestätigten den Tod der beiden Besatzungsmitglieder und leiteten eine laufende Untersuchung ein, um Hintergründe und mögliche Tätergruppen zu ermitteln.

Die angespannte Sicherheitslage in der Region trägt zur Komplexität der Ermittlungen bei. Papua ist seit Jahren von bewaffneten Konflikten geprägt, die teils auf separatistische Bewegungen zurückgehen, die eine Unabhängigkeit von Indonesien fordern. In den letzten Jahren kam es wiederholt zu Angriffen auf Infrastruktur, Sicherheitskräfte und Zivilpersonen in entlegenen Gebieten – auch mit Angriffen auf Flugzeuge und deren Besatzungen.

Ermittler prüfen derzeit, ob lokale bewaffnete Gruppen in den Beschuss verwickelt sein könnten, haben aber bisher keine konkreten Verdächtigen benannt.

TS
Quellen: news.az