Zwei schwere Gewalttaten innerhalb weniger Stunden erschüttern Delmenhorst. Ein 25-Jähriger starb nach schweren Schnittverletzungen, wenig später wurde ein erst 13 Jahre alter Junge erheblich verletzt in einem Park gefunden. Im Fall des Kindes sitzt inzwischen ein 17-Jähriger in Untersuchungshaft. Einen Zusammenhang zwischen beiden Taten sehen die Ermittler derzeit nicht.
Blutige Nacht in Delmenhorst: Mann (25) stirbt, Kind (13) schwer verletzt – Teenager in U-Haft

Zwei schwere Gewalttaten innerhalb weniger Stunden
Eine Nacht voller Gewalt beschäftigt die Polizei in Delmenhorst. Innerhalb weniger Stunden wurden in zwei verschiedenen Parkanlagen ein 25 Jahre alter Mann tödlich und ein 13-jähriger Junge schwer verletzt.
Die beiden Tatorte liegen nur rund 1,5 Kilometer voneinander entfernt. Trotzdem gibt es nach dem bisherigen Ermittlungsstand keine Hinweise darauf, dass die beiden Fälle miteinander zusammenhängen.
Die Polizei ermittelt deshalb weiterhin getrennt zu den Vorfällen.
25-Jähriger stirbt nach schweren Verletzungen
Der erste Vorfall ereignete sich am späten Freitagabend in den Graftanlagen in Delmenhorst.
Dort wurde ein 25 Jahre alter Mann mit schweren Schnittverletzungen gefunden. Als die Polizei vor Ort eintraf, befand sich der Verletzte bereits auf dem Weg in ein Krankenhaus.
Gegen 23.45 Uhr war die Polizei über den Vorfall informiert worden.
In der Klinik kämpften Ärzte um das Leben des Mannes. Seine Verletzungen waren jedoch so schwer, dass nur noch sein Tod festgestellt werden konnte.
Die Polizei leitete Ermittlungen wegen eines Tötungsdelikts ein. Der Tatort wurde umfangreich untersucht und Spuren wurden gesichert. Auch ein Hubschrauber kam bei der Suche im Umfeld zum Einsatz.
13-Jähriger blutend im Wollepark gefunden
Nur wenige Stunden später kam es zum nächsten schweren Vorfall.
Gegen 2.47 Uhr ging bei den Einsatzkräften ein weiterer Notruf ein. Im Bereich des Wolleparks wurde ein schwer verletzter 13-Jähriger entdeckt.
Der Junge stammt nach bisherigen Angaben aus Oldenburg. Er hatte erhebliche Verletzungen erlitten und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz.
Zu seinem aktuellen Gesundheitszustand macht die Polizei bislang keine näheren Angaben. Auch zur genauen Art und Ursache seiner Verletzungen halten sich die Ermittler zurück.
Der Grund dafür ist unter anderem das Alter des Opfers.
17-Jähriger am Samstagabend festgenommen
Im Fall des schwer verletzten Kindes gelang den Ermittlern noch am Samstagabend eine Festnahme.
Ein 17 Jahre alter Jugendlicher geriet in den Fokus der Fahnder und wurde festgenommen. Wie die Polizei auf den Jugendlichen aufmerksam wurde, ist bislang nicht öffentlich bekannt.
Am Sonntag wurde der Tatverdächtige einer Richterin vorgeführt.
Diese erließ gegen ihn einen Haftbefehl wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts. Der 17-Jährige befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.
Da sowohl das Opfer als auch der Beschuldigte minderjährig sind, geben Polizei und Staatsanwaltschaft derzeit nur wenige Einzelheiten zu den Ermittlungen bekannt.
Keine Hinweise auf Verbindung zwischen beiden Fällen
Trotz der zeitlichen und räumlichen Nähe warnen die Ermittler davor, beide Gewalttaten miteinander zu verbinden.
Nach dem aktuellen Stand gibt es keine Hinweise darauf, dass der festgenommene 17-Jährige etwas mit dem Tod des 25-Jährigen zu tun hat.
Im Fall des getöteten Mannes wird weiterhin gegen Unbekannt ermittelt.
Auch das Motiv ist bislang nicht bekannt. Die Ermittler prüfen Spuren und versuchen, die Abläufe in den beiden Parkanlagen zu rekonstruieren.
Viele Fragen sind noch offen
Ungeklärt ist insbesondere, was dem tödlichen Angriff in den Graftanlagen vorausging und wer für die Verletzungen des 25-Jährigen verantwortlich ist.
Auch im Fall des 13-Jährigen bleiben wesentliche Fragen offen. Die Behörden haben bislang nicht mitgeteilt, ob sich Opfer und Tatverdächtiger kannten oder welches Motiv hinter dem mutmaßlichen Angriff stehen könnte.








