Er soll am Vortag einem 40-Jährigen in der Bremer Altstadt ein Kopfhörer-Ladecase gestohlen haben. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Fortdauer der freiheitsentziehenden Maßnahmen an.
16-Jähriger nach Einbruch in Wohnwagen in Bremen-Vegesack festgenommen

Bremen (ost)
In der Nacht zum Mittwoch nahm die Polizei in Bremen-Vegesack einen 16-Jährigen fest, nachdem er in einen Wohnwagen eingebrochen war. Außerdem wird er verdächtigt, am Nachmittag zuvor in der Bremer Altstadt einem 40-jährigen Mann das Ladecase seiner Kopfhörer entwendet zu haben. Die Staatsanwaltschaft verfügte die Fortsetzung der freiheitsentziehenden Maßnahmen.
Der 40-Jährige aus Bremen ging mit einer Bekannten in der Straße Am Wall spazieren, als er bemerkte, dass eine ihm unbekannte Person in seine Tasche griff. Während einer kurzen Rangelei ließ der Täter die Beute zunächst fallen, nahm das Ladecase des Mannes aber wieder an sich und lief in Richtung Hauptbahnhof davon. Der 40-Jährige nahm die Verfolgung auf, bis der Täter ihm Pfefferspray ins Gesicht sprühte. Der Mann verzichtete auf eine ihm angebotene medizinische Versorgung.
Gegen 02:00 Uhr nachts beobachtete ein Zeuge, wie ein Mann in der Nawatzkistraße durch die Dachluke in ein Fahrzeug einbrach, und verständigte die Polizei. Die umgehend herbeigerufenen Beamten sahen bei der Anfahrt noch Licht in dem Fahrzeug, das bei ihrer Ankunft jedoch sofort erlosch. Im Inneren fanden die Einsatzkräfte den 16-Jährigen auf einer Matratze sitzend vor. Zunächst befolgte er die Aufforderung nicht, das Fahrzeug zu verlassen. Als er versuchte, wieder durch die Dachluke zu entkommen, nahmen ihn die Einsatzkräfte fest.
Ein Vergleich des Festgenommenen mit den Videoaufnahmen des am Nachmittag geflüchteten Täters ermöglichte es, ihn zweifelsfrei auch als Verdächtigen für den Diebstahl in der Altstadt zu identifizieren.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Bremen für 2022/2023
In Bremen sank die Zahl der registrierten Mordfälle von 39 im Jahr 2022 auf 24 im Jahr 2023, ein Rückgang um rund 38 Prozent. Die Zahl der aufgeklärten Fälle ging von 36 auf 23 zurück. 2022 wurden 40 Tatverdächtige erfasst, darunter 38 Männer, zwei Frauen und 17 Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit. 2023 waren es 29 Tatverdächtige, darunter 28 Männer, eine Frau und 13 Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Zum Vergleich: Nordrhein-Westfalen verzeichnete 2023 mit 470 Fällen die meisten Mordfälle in Deutschland. Dieser Vergleich betrifft absolute Fallzahlen, nicht die Mordrate bezogen auf die Bevölkerungszahl.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 39 | 24 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 36 | 23 |
| Anzahl der Verdächtigen | 40 | 29 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 38 | 28 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2 | 1 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 17 | 13 |
Quelle: Bundeskriminalamt








