Moderne Technik und aufmerksame Kontrolleure führen zu zahlreichen Verstößen: Ein Fahrer ohne Fahrerlaubnis und unter Drogeneinfluss, sowie überladener Lastwagen.
Autobahnpolizei zieht zwei Lkw aus dem Verkehr

Bremen (ost)
Zeitgemäße Technologie, aufmerksame Beamte und mehrere Treffer: Die Verkehrskontrolleure der Bremer Polizei haben am Samstag auf der A1 zwei Sattelzüge gestoppt und dabei zahlreiche Verstöße festgestellt.
Durch die Verwendung eines sogenannten DSRC-Systems, das eine drahtlose Kommunikation mit digitalen Fahrtenschreibern ermöglicht, wurde zunächst ein deutscher Sattelzug entdeckt. Bei der folgenden Überprüfung stellte sich heraus, dass der 45-jährige Fahrer ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs war. Es bestand außerdem der Verdacht, dass er unter dem Einfluss von Drogen stand. Zusätzlich lagen mehrere Haftbefehle gegen ihn vor. Der Mann endete seine Reise in einem Gefängnis. Doch das war noch nicht alles: Der Lastwagen war überladen, der Geschwindigkeitsbegrenzer war auf 110 statt der erlaubten 90 Stundenkilometer eingestellt und es gab weitere Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten. Die Zugmaschine wurde stillgelegt, bis die technischen Mängel behoben waren.
Zuvor hatten die Spezialisten der Autobahnpolizei einen portugiesischen Sattelzug kontrolliert. Auch hier zeigte das DSRC-System eine schwerwiegende Störung am digitalen Kontrollgerät an. Außerdem war die erforderliche Fahrerlaubnis des Fahrers abgelaufen. Er musste eine Kaution in Höhe von etwa 1400 Euro zahlen und durfte nicht weiterfahren.
Die beiden Fälle verdeutlichen, dass moderne Kontrolltechnik weit mehr aufdeckt als nur Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten. Die Einsatzkräfte stoßen immer wieder auf erhebliche Verkehrsverstöße und Straftaten, die ohne gezielte Kontrollen unentdeckt geblieben wären. Die Autobahnpolizei Bremen wird auch in Zukunft solche Kontrollen durchführen, um die Verkehrssicherheit zu verbessern.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Bremen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Bremen insgesamt 20.878 Verkehrsunfälle. Davon waren 2.922 Unfälle mit Personenschaden, was 14% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 418 Fälle aus, was 2% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 151 Fällen registriert, was 0,72% ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 17.387 Fälle, was 83,28% entspricht. Innerorts ereigneten sich 3.220 Unfälle (15,42%), außerorts (ohne Autobahnen) 73 Unfälle (0,35%) und auf Autobahnen 237 Unfälle (1,14%). Insgesamt gab es 12 Getötete, 329 Schwerverletzte und 3.189 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 20.878 |
| Unfälle mit Personenschaden | 2.922 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 418 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 151 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 17.387 |
| Ortslage – innerorts | 3.220 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 73 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 237 |
| Getötete | 12 |
| Schwerverletzte | 329 |
| Leichtverletzte | 3.189 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








