Die Polizei Bremerhaven hat einen bewaffneten Mann festgenommen, der einen schweren Raub begangen hat und Widerstand leistete. Der 27-Jährige führte einen großen Hirtenhund der Kangal-Rasse, der auf einen Passanten gehetzt wurde.
Bremerhaven: Bewaffneter Mann bedroht Supermarkt-Kunden mit aggressivem Hund

Bremerhaven (ost)
Am Dienstagabend, dem 19. Mai, wurde ein bewaffneter Mann von der Polizei Bremerhaven festgenommen, der verdächtigt wird, einen schweren Raub begangen zu haben. Darüber hinaus leistete der Mann Widerstand gegen die Polizeibeamten und führte einen aggressiven Hund bei sich, den er zuvor offensichtlich auf einen Passanten gehetzt hatte.
Gemäß den bisherigen Informationen hielt sich der 27-jährige Mann gegen 20.30 Uhr mit seinem Hund im Eingangsbereich eines Supermarktes an der Schiffdorfer Chaussee auf. Es handelt sich bei dem Hund um einen großen Hirtenhund der Kangal-Rasse. Als ein Kunde den Laden nach dem Einkauf verließ, um die Waren in seinem Auto zu verstauen, brachte der 27-Jährige seinen Hund dazu, auf den Kunden zuzulaufen. Der Kunde ließ seinen Einkaufswagen stehen und flüchtete in den Supermarkt, dessen Besitzer die Tür abschloss. Der 27-Jährige griff daraufhin nach den Fleisch-Einkäufen des Kunden, steckte sie in eine Tasche und ging weg.
Die hinzugezogenen Polizeikräfte entdeckten den Mann mit seinem Hund an einer Bushaltestelle in der Nähe der Ludwig-Börne-Straße. Dabei bemerkten die Beamten, dass der 27-Jährige ein großes Messer versteckt in der Hand hielt. Der Hund zeigte sich auch den Polizisten gegenüber aggressiv. Der Mann folgte nicht den Anweisungen der Beamten und zeigte keine Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Erst durch die Hilfe zahlreicher weiterer Polizeikräfte, darunter auch die Diensthundeführer der Polizei Bremerhaven, konnte der Hund in einem günstigen Moment gesichert und der 27-Jährige entwaffnet und festgenommen werden. Dabei wurde der Mann leicht verletzt und anschließend ins Krankenhaus gebracht, wo er unter Beobachtung blieb. Der Hund wurde als Beweismittel beschlagnahmt und vorübergehend im Tierheim untergebracht. Nach bisherigen Erkenntnissen blieben die Einsatzkräfte unverletzt.
Die Polizei ermittelt nun gegen den 27-Jährigen wegen schweren Raubes, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Verstoßes gegen das Waffengesetz.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Bremen für 2022/2023
Die Mordraten in der Region Bremen sind zwischen 2022 und 2023 gesunken. Im Jahr 2022 wurden 39 Fälle registriert, wovon 36 gelöst wurden. Es gab insgesamt 40 Verdächtige, darunter 38 Männer und 2 Frauen. 17 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 sank die Zahl der registrierten Fälle auf 24, wovon 23 gelöst wurden. Es gab insgesamt 29 Verdächtige, darunter 28 Männer und 1 Frau. 13 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit insgesamt 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 39 | 24 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 36 | 23 |
| Anzahl der Verdächtigen | 40 | 29 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 38 | 28 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2 | 1 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 17 | 13 |
Quelle: Bundeskriminalamt







