Zwei Verkehrssachverhalte beschäftigten die Polizei Bremen. Ein 19-jähriger Fahrer flüchtete nach einem Unfall unter Drogeneinfluss, ein 43-jähriger Mann stürzte betrunken mit seinem E-Scooter.
Drogen- und Alkoholfahrten

Bremen (ost)
Am Donnerstag wurden die Beamten der Polizei Bremen in Walle und in der Innenstadt mit zwei Verkehrsfällen konfrontiert, bei denen die Beteiligten unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol standen.
Am Nachmittag sollte ein 19-jähriger Fahrer eines Kleinkraftrades in der Waller Heerstraße kontrolliert werden. Der junge Mann versuchte jedoch, der Kontrolle zu entkommen, indem er in eine Seitenstraße abbog und floh. Aufgrund eines haltenden Autos war die Straße einige hundert Meter weiter verengt. Der 19-Jährige versuchte, das Fahrzeug links zu überholen, kollidierte dabei jedoch mit einem 31-jährigen Mann, der neben dem Auto stand und einsteigen wollte. Der Mann wurde vom Roller erfasst, stürzte und verletzte sich leicht am Bein. Der Fahrer sprang ab und flüchtete, wurde aber kurz darauf von den Einsatzkräften gestellt. Er leistete Widerstand und wurde festgenommen. Der Fahrer hatte keine gültige Fahrerlaubnis und stand unter Drogeneinfluss. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten weitere Betäubungsmittel. Das Fahrzeug und die Gegenstände wurden beschlagnahmt. Gegen den 19-Jährigen wird nun unter anderem wegen Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt.
Am Abend stürzte ein 43-jähriger Mann mit seinem E-Scooter in der Bürgermeister-Smidt-Straße. Der Mann verlor die Kontrolle über das Fahrzeug und prallte mit dem Kopf auf den Boden. Er war kurzzeitig bewusstlos und wurde zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht.
Ein Atemalkoholtest ergab eine hohe Alkoholisierung. Gegen ihn wird nun wegen Trunkenheit im Verkehr ermittelt. Am E-Scooter entstand leichter Sachschaden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Bremen für 2022/2023
Die Drogenraten in Bremen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 4819 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 6761 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 3884 auf 5372. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 3139 auf 4197, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 2847 auf 3701 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 292 auf 496 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1328 auf 1784. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an aufgezeichneten Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 4.819 | 6.761 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 3.884 | 5.372 |
| Anzahl der Verdächtigen | 3.139 | 4.197 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.847 | 3.701 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 292 | 496 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.328 | 1.784 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Bremen für 2023
Im Jahr 2023 gab es in Bremen insgesamt 20.878 Verkehrsunfälle. Davon waren 2.922 Unfälle mit Personenschaden, was 14% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 418 Unfälle aus, was 2% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 151 Fällen registriert, was 0,72% entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 17.387 Fälle, was 83,28% ausmacht. Innerorts ereigneten sich 3.220 Unfälle (15,42%), außerorts (ohne Autobahnen) 73 Unfälle (0,35%) und auf Autobahnen 237 Unfälle (1,14%). Insgesamt gab es 12 Getötete, 329 Schwerverletzte und 3.189 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 20.878 |
| Unfälle mit Personenschaden | 2.922 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 418 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 151 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 17.387 |
| Ortslage – innerorts | 3.220 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 73 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 237 |
| Getötete | 12 |
| Schwerverletzte | 329 |
| Leichtverletzte | 3.189 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








