Drei mutmaßliche Einbrecher in Bremen festgenommen, nachdem Anwohner die Polizei alarmierten. Einer der Täter stellte sich schlafend, aber Handschellen halfen gegen den Schlaf.
Einbrecher auf frischer Tat ertappt

Bremen (ost)
Drei Verdächtige wurden von der Bremer Polizei in der Nacht von Sonntag auf Montag vorläufig festgenommen. In der Bahnhofsvorstadt und im Ostertor wurden die Täter auf frischer Tat ertappt.
Ein Bewohner der Straße An der Weide alarmierte zunächst die Polizei, nachdem er laute Geräusche aus einem Mehrparteienhaus gehört hatte. Vor dem Gebäude trafen die Einsatzkräfte auf einen 18-jährigen Jugendlichen. Bei ihm wurden Einbruchswerkzeuge und ein Taschenmesser gefunden. An der verschlossenen Eingangstür einer Praxis im Hausflur entdeckten die Polizisten frische Einbruchsspuren – darunter Hebelmarken und ein Loch in der Tür.
Kurz darauf führte die Aufmerksamkeit eines Anwohners in der Straße Fedelhören zur Festnahme von zwei weiteren Einbrechern im Alter von 46 und 50 Jahren. Der Mann wurde durch die Benachrichtigung seines Bewegungsmelders auf verdächtige Aktivitäten aufmerksam und beobachtete, wie an einem Hintereingang gehebelt wurde. Zudem hörte er Geräusche am Nachbargebäude und informierte die Polizei.
Die eintreffenden Einsatzkräfte konnten an beiden Hintereingängen jeweils einen Verdächtigen festnehmen. Neben ihnen lagen verschiedene Einbruchswerkzeuge. Besonders auffällig: Beide Männer versuchten offenbar, die Situation durch eine spontane Ruhepause zu entschärfen. Einer lag neben einem Brecheisen, Handschuhen und einer Maske und tat so, als würde er schlafen. Sein Komplize wurde wenig später vor einer Tür im Gartenbereich gefunden – ebenfalls in vermeintlich tiefer Ruhe. Doch der Schlaf half ihnen nicht: Statt eines Weckers klickten die Handschellen.
Die weiteren Ermittlungen sind im Gange.
Quelle: Presseportal
Einbruchstatistiken in Bremen für 2022/2023
Die Einbruchsraten in der Region Bremen in Deutschland stiegen zwischen 2022 und 2023 an. Im Jahr 2022 wurden 1486 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 1820 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 113 im Jahr 2022 auf 119 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen ging jedoch von 112 auf 103 zurück. Davon waren 98 männliche Verdächtige und 14 weibliche Verdächtige im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 95 männliche und 8 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen sank ebenfalls von 52 im Jahr 2022 auf 35 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Einbrüchen in Deutschland mit 27061 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 1.486 | 1.820 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 113 | 119 |
| Anzahl der Verdächtigen | 112 | 103 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 98 | 95 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 14 | 8 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 52 | 35 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Bremen für 2022/2023
Die Mordraten in der Region Bremen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 39 Fälle registriert, wovon 36 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 40 Verdächtige, darunter 38 Männer und 2 Frauen. Von den Verdächtigen waren 17 nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 sank die Zahl der registrierten Fälle auf 24, von denen 23 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 29 Verdächtige, darunter 28 Männer und 1 Frau. Von den Verdächtigen waren 13 nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 39 | 24 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 36 | 23 |
| Anzahl der Verdächtigen | 40 | 29 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 38 | 28 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2 | 1 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 17 | 13 |
Quelle: Bundeskriminalamt








