Polizei Bremen stellt mutmaßlichen Straßendealer und kämpft gegen Widerstand eines 37-Jährigen. Ermittlungen und Strafanzeigen laufen.
Einsätze im Nelson-Mandela-Park

Bremen (ost)
Beamte der Polizei Bremen haben am Dienstagmorgen in Schwachhausen einen 37-jährigen mutmaßlichen Straßendealer festgenommen. Bei einem anderen Vorfall am Mittwoch leistete ein ebenfalls 37-jähriger Mann erheblichen Widerstand und griff mehrere Polizisten an.
Gegen 10:00 Uhr am Dienstag waren Einsatzkräfte der Taskforce im Nelson-Mandela-Park unterwegs. Der 37-jährige Mann fiel ihnen auf, als er versuchte, sich schnell zu entfernen, als er die Polizisten sah. Bei der folgenden Personenkontrolle fanden die Beamten zunächst Kokain, eine große Menge verschreibungspflichtiger Medikamente, Bargeld und eine Feinwaage. Ein Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Mannes wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft erlassen. Dort entdeckten die Beamten in einem Safe weiteres Kokain, Steroide, verschreibungspflichtige Medikamente, eine große Menge Bargeld und eine Schreckschusswaffe. Entsprechende Strafanzeigen wurden erstellt. Die Ermittlungen dazu dauern an.
Am Mittwochmorgen gegen 09:00 Uhr wollten Einsatzkräfte im Nelson-Mandela-Park auch einen 37-jährigen Mann kontrollieren. Dieser griff eine Glasflasche und bedrohte die Beamten damit. Er weigerte sich, die Flasche wegzulegen, schlug einem Bundespolizisten bei der Festnahme mehrmals ins Gesicht und versuchte, ihm die Dienstwaffe zu entreißen, was jedoch verhindert wurde. Einen Polizisten der Polizei Bremen versuchte er mehrmals zu treten. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass ein offener Haftbefehl gegen ihn vorlag. Er wurde daraufhin inhaftiert. Die Beamten erstatteten Anzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Die Ermittlungen dazu dauern an. Beide Polizisten wurden leicht verletzt, waren aber weiterhin im Dienst.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Bremen für 2022/2023
Die Drogenraten in Bremen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 4819 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 6761 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 3884 im Jahr 2022 auf 5372 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 3139 im Jahr 2022 auf 4197 im Jahr 2023. Davon waren 2847 männlich, 292 weiblich und 1328 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 4.819 | 6.761 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 3.884 | 5.372 |
| Anzahl der Verdächtigen | 3.139 | 4.197 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.847 | 3.701 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 292 | 496 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.328 | 1.784 |
Quelle: Bundeskriminalamt








