Feuerwehr-Einsatz nach Ammoniak-Leckage im Fischereihafen. 9 Personen betroffen, Gebäude gesperrt, Einsatzkräfte im Einsatz.
Fischereihafen: Gefahrstoffaustritt in Lebensmittel-Betrieb

Bremerhaven (ost)
Am 03.10.2026 um 11:54 Uhr wurden die Rettungskräfte der Feuerwehr Bremerhaven zu einem umfangreichen Gefahrguteinsatz gerufen.
Passanten bemerkten einen unangenehmen Geruch vor einem Gebäude am Lunedeich im Fischereihafen. Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass Ammoniak aus einem Kühlsystem eines Fischverarbeitungsbetriebs ausgetreten war und auch in der Umgebung positive Gaskonzentrationen gemessen wurden. Insgesamt wurden 9 Personen durch den Vorfall beeinträchtigt.
Die Feuerwehr richtete einen Sperrbereich ein und die Polizei sperrte die Straßen in nördlicher und südlicher Richtung ab. Die Bevölkerung wurde über das Meldesystem der Integrierten Regionalleitstelle Bremerhaven aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten.
Um das Gasleck in der Kühlrohrleitung zu beheben, setzte die Feuerwehr Einsatzkräfte in Chemikalienschutzanzügen ein. Diese Art von Einsatz erfordert umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen. Es wurden auch Dekontaminationsstrecken mit Zelten aufgebaut.
Gleichzeitig wurde ein Rettungsdienstbereich eingerichtet, der aus Rettungsfahrzeugbesatzungen und einem leitenden Notarzt bestand.
Zur Unterstützung wurden die Freiwilligen Feuerwehren FF Wulsdorf, FF Weddewarden und FF Lehe alarmiert. Es wurden lokale Messungen durchgeführt, bei denen außerhalb des Gebäudes keine relevanten Konzentrationen festgestellt wurden.
Die Feuerwehrkräfte in Chemikalienschutzanzügen konnten das Kühlsystem größtenteils abdichten, was zu einem Rückgang der Ammoniakkonzentrationen im Gebäude führte.
Insgesamt waren 57 Einsatzkräfte vor Ort. Das Gebäude bleibt weiterhin gesperrt und der Einsatz dauert an.
Quelle: Presseportal








