Ein 18-jähriger Bremerhavener wurde bei nächtlicher Übungsfahrt ohne Führerschein erwischt. Eine Strafanzeige und Beihilfeverfahren wurden eingeleitet.
Geestemünde: Führerscheintraum geplatzt

Bremerhaven (ost)
Ein 18-jähriger Bremerhavener sah seinen Traum vom Führerschein seit der letzten Nacht wahrscheinlich weit entfernt. In der Nacht vom 30. Dezember gegen 0.30 Uhr kontrollierte eine Polizeistreife den Fahrer eines Mercedes im Stadtteil Geestemünde. Der junge Mann am Steuer gab an, dass er weder einen Führerschein noch Fahrzeugpapiere dabei hatte. Er schaute hilfesuchend zu seiner Beifahrerin, die sich später als seine Mutter herausstellte. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der 18-Jährige noch keine gültige Fahrerlaubnis hatte – obwohl die Prüfung kurz bevorstand. Die nächtliche Fahrt mit seiner Mutter diente dem Zweck, das Aus- und Einparken zu üben.
Es handelte sich also um einen Fall von Fahren ohne Fahrerlaubnis, was dem 18-Jährigen eine Strafanzeige einbrachte. Zudem wird ein entsprechender Bericht an die Führerscheinstelle geschickt. Auch der Halter des Fahrzeugs, ein weiteres Familienmitglied, erhielt eine Anzeige. Denn wer wissentlich eine Person ohne gültige Fahrerlaubnis sein Fahrzeug im Straßenverkehr fahren lässt, begeht ebenfalls eine Straftat. Die Mutter des 18-Jährigen muss sich wegen Beihilfe verantworten.
Die Polizei weist darauf hin: Auch auf dem Weg zum Führerschein sind private Übungsfahrten im öffentlichen Straßenverkehr tabu. Dazu gehören auch Parkplätze oder abgelegene Wege und Straßen. Für Übungsfahrten sind die lizenzierten Fahrschulen die richtigen Ansprechpartner. Darüber hinaus gibt es in ganz Deutschland Verkehrsübungsplätze, die entsprechende Möglichkeiten bieten.
Quelle: Presseportal








