Bundespolizei nimmt mehrere gesuchte Personen fest, die Geldstrafen nicht zahlen konnten. Einige müssen Ersatzfreiheitsstrafen antreten.
Haftbefehle am Bremer Hauptbahnhof

Bremen (ost)
Hauptbahnhof Bremen, 28.05.2026 – 31.05.2026
Die Bundespolizei hat in den vergangenen Tagen insgesamt fünf Personen festgenommen, die per Haftbefehl gesucht wurden.
Bereits am Donnerstag geriet ein 40-jähriger Mann ins Visier der Bundespolizei. Er meldete sich an der Wache der Bundespolizei, um einen Diebstahl anzuzeigen. Während der Aufnahme des Sachverhalts verstrickte er sich jedoch in Widersprüche. Zudem stellten die Beamten anhand von Videoaufzeichnungen fest, dass der Mann nicht Opfer eines Verbrechens geworden war. Trotzdem durfte er die Wache nicht verlassen. Bei der Überprüfung der Personalien stellte sich heraus, dass der Mann aus dem Landkreis Osterholz von der Staatsanwaltschaft Verden mit zwei Haftbefehlen gesucht wurde. Aufgrund von Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung hatte er Geldstrafen in Höhe von insgesamt über 7.700 Euro zu zahlen, einschließlich der Verfahrenskosten. Da er nicht über die geforderte Summe verfügte, wurde er inhaftiert.
Am Freitagabend gegen 19:45 Uhr kontrollierten Einsatzkräfte der mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit der Bundespolizei im Nahbereich des Bremer Hauptbahnhofs einen 32-jährigen Mann. Es stellte sich heraus, dass die Staatsanwaltschaft Verden den Mann wegen 17-fachen Betrugs festnehmen wollte. Da der Gesuchte die geforderte Geldstrafe in Höhe von 1.500 Euro nicht zahlen konnte, wurde auch er zu einer 55-tägigen Ersatzfreiheitsstrafe in der Bremer Justizvollzugsanstalt verurteilt.
Etwa eine Stunde später, gegen 20:55 Uhr, wurde ein 46-jähriger Mann von Zivilkräften am Bremer Hauptbahnhof angetroffen und überprüft. Auch gegen ihn lag ein Haftbefehl der Bremer Staatsanwaltschaft vor. Er sollte eine einjährige Haftstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung, Körperverletzung und Bedrohung antreten. Bei der Kontrolle fanden die Einsatzkräfte in seiner Hosentasche Bargeld in Höhe von knapp 13.000 Euro, das in einem Gefrierbeutel versteckt war. Da der Mann keine plausible Erklärung für die Herkunft des Geldes abgeben konnte, leiteten die Bundespolizisten ein Geldwäsche-Verfahren ein. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er zur Verbüßung seiner Haftstrafe in die Bremer Haftanstalt gebracht.
Am Samstag gegen 00:47 Uhr gelang es den Einsatzkräften erneut, einen 32-jährigen Mann festzunehmen, der wegen Diebstahls von den Staatsanwaltschaften Verden und Bremen gesucht wurde. Er hatte insgesamt Geldstrafen in Höhe von 2.360 Euro zu zahlen. Da er nicht zahlungsfähig war, wurde auch er für 85 Tage ins Gefängnis geschickt.
Am Sonntagabend nahmen die Bundespolizisten schließlich eine 32-jährige Frau fest, die nach einem Diebstahl aus einem Geschäft am Bahnhof gesucht wurde. Bei der Überprüfung ihrer Personalien stellte sich heraus, dass die Staatsanwaltschaft Bremen wegen Diebstahls nach ihr suchte. Da sie die geforderte Geldsumme von 2.040 Euro nicht aufbringen konnte, musste auch sie für 85 Tage ins Gefängnis.
Quelle: Presseportal








