Unbekannter zwingt Zug zu Gefahrenbremsung auf Bahnstrecke Bremen-Hannover, Ermittlungen wegen gefährlichem Eingriff in Bahnverkehr eingeleitet.
Hannover: ICE zur Vollbremsung gezwungen, Bundespolizei ermittelt

Bremen (ost)
Zugstrecke: Bremen Hauptbahnhof – Hannover Hauptbahnhof, Nähe Stadtgebiet Verden
Vorfallzeit: 31. Juli 2026 / 22:45 Uhr
In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde ein ICE auf dem Weg von Bremen nach Hannover von einem Unbekannten zu einer Notbremsung gezwungen. Die Bremer Bundespolizei hat Ermittlungen wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen und sucht nach Zeugen.
Laut ersten Untersuchungen soll der Mann auf den Gleisen gelaufen sein. Als der Lokführer des herannahenden Schnellzugs mit 120 km/h den Unbekannten sah, gab er ein Warnsignal ab und leitete sofort eine Notbremsung ein, um eine Kollision zu verhindern. Als der Zug zum Stillstand kam, hatte der Mann die Gleise bereits in unbekannte Richtung verlassen.
Aufgrund des Vorfalls und der Suche nach der unbekannten Person waren Einsatzkräfte der Bundes- und Landespolizei, der örtlichen Feuerwehr und des Rettungsdienstes vor Ort. Die Bahnstrecke musste für etwa 1,5 Stunden gesperrt werden, während der Suche. Dadurch kam es zu insgesamt 480 Minuten Verspätung bei 13 Zügen. Der Zug konnte seine Fahrt erst fortsetzen, nachdem der schockierte Lokführer abgelöst wurde.
In diesem Zusammenhang warnt die Bremer Bundespolizei vor dem Betreten der Gleise ohne Genehmigung. Ein unbefugter Aufenthalt auf den Gleisen kann zu schwerwiegenden Unfällen führen und ist möglicherweise strafbar. Hinweise zum Vorfall vom Freitag nimmt die Bundespolizeiinspektion Bremen unter Tel.: 0421/16299-7777 oder per E-Mail über bpoli.bremen@polizei.bund.de entgegen.
Quelle: Presseportal








