Die Polizei Bremen führte umfangreiche Kontrollen zur Bekämpfung der Drogenkriminalität durch. Einsatzkräfte präsent ab 14 Uhr, Personenkontrollen, Anzeigen, Drogenverkäufe unterbunden, Gewerbebetriebe überprüft.
Kontrollen am Bahnhof und im Viertel

Bremen (ost)
Am Donnerstag führte die Polizei Bremen zusammen mit dem Ordnungsamt, dem Zoll, dem Finanzamt und Mitarbeitern der Lebensmittelüberwachung umfangreiche Kontrollen durch. Das Ziel war die Bekämpfung der Drogenkriminalität und die Überprüfung von gewerblichen Betrieben in Mitte und der Östlichen Vorstadt.
Ab etwa 14 Uhr waren die Einsatzkräfte in den entsprechenden Stadtteilen präsent, führten Personenkontrollen durch und erstellten verschiedene Anzeigen, hauptsächlich wegen Verstößen gegen das Cannabiskonsumgesetz. Sie griffen bei Drogenverkäufen ein, entdeckten Drogenverstecke und stellten Rauschmittel wie Cannabis, verschreibungspflichtige Medikamente und Bargeld sicher. Darüber hinaus erteilten die Polizisten Platzverweise und durchsuchten Wohnungen.
Zusätzlich kontrollierten die Einsatzkräfte insgesamt 12 Gewerbeeinheiten, wie Kioske, Imbisse und andere Lokalitäten in der Bahnhofsvorstadt und im Steintor. Ein Café wurde aufgrund erheblicher Kassenmängel sofort durch den Ordnungsdienst geschlossen. In anderen Lokalen wurden ebenfalls Kassen- und Baumängel sowie fehlerhafte Preisauszeichnungen festgestellt. In einem Kiosk in der Hamburger Straße wurde ein Beil beschlagnahmt und eine entsprechende Anzeige erstattet. Außerdem wurden Spielautomaten aufgrund von Verstößen außer Betrieb genommen. In mehreren Fällen bestand der Verdacht auf Schwarzarbeit.
Die Polizei Bremen ist hier interdisziplinär verstärkt im Einsatz und wird diese Maßnahmen gezielt fortsetzen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Bremen für 2022/2023
Die Drogenraten in Bremen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 4819 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 bereits 6761 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 3884 auf 5372. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 3139 auf 4197, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 2847 auf 3701 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 292 auf 496 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1328 auf 1784. Im Vergleich dazu wurden in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 insgesamt 73917 Drogenfälle registriert, was die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland darstellt.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 4.819 | 6.761 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 3.884 | 5.372 |
| Anzahl der Verdächtigen | 3.139 | 4.197 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.847 | 3.701 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 292 | 496 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.328 | 1.784 |
Quelle: Bundeskriminalamt








