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Niedersachsen: Betrüger-Haftbefehle vollstreckt

Ein umfangreiches Ermittlungsverfahren führte zur Vollstreckung von fünf Haftbefehlen gegen Betrüger in Bremen und Niedersachsen. Die Täter gaben sich als Polizisten und Bankmitarbeiter aus, um an Wertgegenstände älterer Menschen zu gelangen.

Foto: Depositphotos

Bremen (ost)

Ein umfangreiches und geheimes Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Bremen und der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe der Polizei Bremen und der Polizei Oldenburg führte am Dienstagmorgen zum Erfolg: Spezialkräfte und Polizisten aus Bremen und Niedersachsen durchsuchten zehn Wohnungen und Geschäftsräume in Bremen und Niedersachsen. Dabei wurden fünf Haftbefehle vollstreckt.

Über mehrere Monate erstreckten sich die Untersuchungen, bei denen es hauptsächlich um Straftaten ging, bei denen die Betrüger sich als Polizisten und Bankangestellte ausgaben. Die meist älteren Opfer wurden zunächst von ausländischen Callcentern kontaktiert und es wurde über falsche Kontobelastungen berichtet. Das Ziel der Betrüger war es, durch geschickte Gespräche die Wertgegenstände der Opfer zu erlangen. Insbesondere versuchten sie, an die Bankkarten und dazugehörigen PINs der Opfer zu gelangen, um anschließend Geldabhebungen von deren Konten tätigen zu können. Es kam zu teilweise hohen Schäden. Durch die Ermittlungen wurden 48 Straftaten aufgedeckt, wodurch der weitere Missbrauch der betrügerisch erlangten Karten in vielen Fällen verhindert werden konnte.

Bei den Durchsuchungen wurden fünf Jugendliche und Heranwachsende festgenommen, die heute einem Richter vorgeführt werden. Bei der groß angelegten Aktion waren unter anderem Geldspürhunde und Finanzermittler, IT-Forensiker und Spezialkräfte aus Bremen und Niedersachsen im Einsatz. Außerdem wurden Vermögensarreste erwirkt.

In diesem Zusammenhang warnt die Polizei nochmals eindringlich davor, sich am Telefon nicht unter Druck setzen zu lassen. Die Polizei wird Sie niemals nach Ihrem Geld oder Ihren Wertgegenständen fragen und um deren Herausgabe bitten – das tun die Betrüger. Lassen Sie sich am Telefon keinesfalls zu spontanen Entscheidungen verleiten, egal wie überzeugend eine Situation zunächst erscheinen mag. Holen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder rufen Sie Angehörige unter der Ihnen bekannten Nummer an. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen. Wenn Sie sich unsicher fühlen, legen Sie einfach auf! Wenn Sie glauben, Opfer eines Betrugsversuchs zu sein, rufen Sie die Polizei unter der Nummer 110 an.

Wichtig: Beenden Sie das vorherige Gespräch, wählen Sie selbst und benutzen Sie auf keinen Fall die Rückruftaste.

Weitere Tipps und Hinweise erhalten Sie beim Präventionszentrum der Polizei Bremen unter 0421 362-19003, bzw. unter www.polizei.bremen.de oder www.polizei-beratung.de.

Quelle: Presseportal

nf24