In der Karwoche führte die Polizei Verkehrskontrollen durch, bei denen ein Autofahrer mit 121 km/h durch Lehe raste und flüchtete. Zehn Temposündern droht ein Fahrverbot.
Niedersachsen: Geschwindigkeits- und Tuningkontrollen in Bremerhaven

Bremerhaven (ost)
Während der Karwoche führte die Bremerhavener Polizei Verkehrskontrollen mit einem besonderen Fokus auf Tuning und Autoposer durch. Dazu gehörten auch Geschwindigkeitskontrollen an fast einem Dutzend verschiedener Standorte. Die Beamten wurden von Kolleg:innen der niedersächsischen Polizei sowie vom Bürger- und Ordnungsamt Bremerhaven unterstützt.
Am Gründonnerstag, dem 2. April, gab es acht Kontrollstellen im Stadtgebiet. Bei 867 Fahrzeugen wurde die Geschwindigkeit gemessen. Ein Audi-Fahrer fuhr gegen 21 Uhr mit 121 Stundenkilometern durch die Kontrollstelle an der Langener Landstraße, ignorierte die Anhaltezeichen und flüchtete. Trotz sofortiger Fahndung konnte er nicht gefunden werden; die Ermittlungen sind im Gange. Ein weiteres Fahrzeug wurde mit 115 Stundenkilometern gestoppt und kontrolliert. Insgesamt waren 28 Autofahrer so schnell unterwegs, dass Geldstrafen fällig wurden. Sieben von ihnen riskieren Fahrverbote. Bei 26 Autos wurde das Tuning genauer unter die Lupe genommen. Einem Fahrer wurde die Weiterfahrt untersagt, für fünf Autos gab es Mängelkarten. Darüber hinaus gab es zwei Anzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, eine Anzeige wegen Alkohol am Steuer mit Blutprobe und eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Neun Fahrer erhielten Ordnungswidrigkeitenanzeigen.
Am folgenden Tag, dem Karfreitag, dem 3. April, richtete die Polizei drei Kontrollstellen ein und kontrollierte 497 Fahrzeuge auf Geschwindigkeit. 19 davon waren so schnell unterwegs, dass Geldstrafen fällig wurden. Drei Temposündern droht ein Fahrverbot. Das schnellste Fahrzeug an diesem Tag war mit 88 km/h unterwegs. Bei 19 Tuning-Kontrollen wurden drei Mängel festgestellt, die kurzfristig behoben werden müssen. Außerdem gab es eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz und fünf Ordnungswidrigkeiten, die mit Verwarnungen oder Geldstrafen geahndet werden. In Bezug auf die sogenannten Autoposer überprüfte die Polizei auch bekannte Treffpunkte der Szene. Dabei gab es jedoch größtenteils keine Beanstandungen.
Hintergrund: Der Karfreitag und die Ostertage sind für die Tuner- und Autoposer-Szene vielerorts der Beginn der Sommersaison. Viele Tuner, die in den Wintermonaten an ihren Fahrzeugen gearbeitet haben, präsentieren ihre Autos dann an speziellen Treffpunkten oder bei gemeinsamen Ausfahrten. Der Karfreitag hat sich in der Szene als sogenannter Car-Freitag etabliert. In der Vergangenheit kam es bundesweit bereits zu Lärmbelästigungen oder illegalen Straßenrennen. Bei den Polizeikontrollen liegt neben den Geschwindigkeitsmessungen ein besonderes Augenmerk auf den Fahrzeugmodifikationen – also dem Tuning. Die Verkehrssicherheit steht dabei im Vordergrund. Wer Änderungen am Fahrzeug vornimmt, die eine potenzielle Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer darstellen, die Fahrzeugart ändern oder das Abgas- oder Geräuschverhalten verschlechtern, riskiert den Verlust der Betriebserlaubnis für das Fahrzeug. Daher sollten Tuner vor Umbauten unbedingt prüfen, welche Gutachten und Unterlagen erforderlich sind und diese im Falle einer Kontrolle mitführen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Bremen für 2023
Die Verkehrsunfallstatistik für Bremen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 20.878 Unfälle. Davon waren 2.922 Unfälle mit Personenschaden, was 14% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 418 Fälle aus, was 2% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 151 Fällen registriert, was 0,72% entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 17.387 Fälle, was 83,28% ausmacht. Innerorts ereigneten sich 3.220 Unfälle (15,42%), außerorts (ohne Autobahnen) 73 Unfälle (0,35%) und auf Autobahnen 237 Unfälle (1,14%). Insgesamt gab es 12 Getötete, 329 Schwerverletzte und 3.189 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 20.878 |
| Unfälle mit Personenschaden | 2.922 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 418 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 151 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 17.387 |
| Ortslage – innerorts | 3.220 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 73 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 237 |
| Getötete | 12 |
| Schwerverletzte | 329 |
| Leichtverletzte | 3.189 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








