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Notrufmissbrauch: Polizei beschlagnahmt Handy eines 13-Jährigen

Der 13-Jährige wählte mehrmals den Notruf zum Spaß. Dies blockiert echte Notrufe und bindet unnötig Rettungskräfte, die anderswo benötigt werden.

Foto: Unsplash

Bremerhaven (ost)

Es ist keine gute Idee, aus Spaß den Notruf der Polizei oder der Feuerwehr anzurufen. Der Missbrauch von Notrufen ist strafbar und kann echte Notfälle behindern. Darüber hinaus kann es dazu führen, dass Rettungskräfte unnötig gebunden sind und anderswo fehlen.

Ein solcher Vorfall ereignete sich am Mittwochabend, dem 4. Februar, gegen 19.15 Uhr in Bremerhaven-Lehe. Ein männlicher Anrufer hatte den Notruf der Polizei gewählt. Die Streifenwagenbesatzung traf vor Ort auf einen 13-jährigen Jungen, der zugab, den Notruf aus Spaß gewählt zu haben. Er zeigte den Beamten die Anrufliste seines Handys, aus der hervorging, dass tatsächlich die 110 von seinem Gerät aus gewählt worden war.

Die Polizisten wussten jedoch, dass in den letzten Wochen mehrere ähnliche Anrufe von diesem Telefon bei den Notrufzentralen der Polizei und der Feuerwehr eingegangen waren. Aus diesem Grund beschlagnahmten sie das Telefon des Jungen als Beweismittel. Während die Polizei den Vorfall aufnahm, erschien eine Krankenwagenbesatzung, die über den Feuerwehrnotruf 112 alarmiert worden war, im selben Hauseingang, da angeblich eine Nachbarin Hilfe benötigte. Auch dies stellte sich als Falschinformation heraus, da die Frau wohlauf war. Die Polizei prüft nun, ob auch dieser Einsatz vom 13-jährigen Jungen ausgelöst wurde. Der Junge, der noch nicht strafmündig ist, und seine Mutter wurden auf ihr Fehlverhalten hingewiesen.

Die Polizei gibt folgenden Hinweis:

Wenn Sie unsicher sind, ob Sie sich in einer Gefahrensituation befinden, ist es besser, den Notruf zu wählen, anstatt darauf zu verzichten. Ein ernst gemeinter Anruf bei der Notrufzentrale hat für Sie keine negativen Konsequenzen!

Wann sollte ich den Polizei-Notruf 110 wählen?

Wann sollte ich den Notruf 112 für Feuerwehr und Rettungsdienst wählen?

Wenn Sie den Notruf wählen: Bleiben Sie ruhig! Beantworten Sie dann die sogenannten W-Fragen:

Quelle: Presseportal

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