Polizei stellt Messer und Drogen sicher. Am Mittwoch führte die Polizei Bremen eine bremenweite Kontrollmaßnahme zur Durchsetzung des Waffenverbots in Bussen und Bahnen durch. Ziel war es, die Sicherheit zu erhöhen und Verstöße zu ahnden.
ÖPNV-Waffenverbot kontrolliert

Bremen (ost)
Am Mittwoch führte die Polizei Bremen eine bremenweite Kontrollmaßnahme zur Durchsetzung des Waffenverbots in Bussen und Bahnen durch. Ziel der Maßnahmen war es, die Sicherheit an Haltestellen sowie in den Fahrzeugen zu erhöhen und Verstöße konsequent zu ahnden.
Hierzu wurden zeitgleich uniformierte Kontrollen von 14 bis 21 Uhr durchgeführt. Die Maßnahmen konzentrierten sich insbesondere auf bekannte, stark frequentierte Haltestellen und Bahnhöfe im Stadtgebiet.
Im ersten Durchgang kontrollierten die Einsatzkräfte in den Bereichen Hauptbahnhof, Huckelriede, Bahnhof Mahndorf/Weserpark sowie Bahnhof Walle. Im zweiten Durchgang fanden Kontrollen an den Haltestellen Domsheide, Leibnizplatz, Schweizer Eck und Lindenhofstraße statt.
Unterstützt wurden die Einsatzkräfte der Polizei Bremen durch den Ordnungsdienst. Parallel führte die BSAG in den betroffenen Linien Fahrkartenkontrollen durch. Dazu fanden durch Mitarbeiter des Präventionszentrums Präventions- und Aufklärungsgespräche mit den Fahrgästen über Sicherheit in Bussen und Bahnen statt. Im gleichen Zeitraum führte der Zoll Kontrollen am Fernbusterminal durch und wurde dabei durch die Bremer Polizei und Bundespolizei unterstützt.
Im Verlauf des Einsatzes wurden insgesamt 722 Personen kontrolliert. Dabei stellten die Einsatzkräfte unter anderem diverse Verstöße gegen das Waffengesetz fest. Insgesamt wurden 15 Messer, überwiegend Einhandmesser und Cuttermesser, und vier gefährliche Gegenstände sichergestellt. Darüber hinaus entdeckten die Einsatzkräfte einen sogenannten Drogenbunker. Das dort aufgefundene Cannabis wurden beschlagnahmt. Dazu konnte bei Personenkontrollen Kokain sichergestellt werden. Entsprechende Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet.
Innensenatorin Dr. Eva Högl: „Wer mit dem Bus oder der Straßenbahn fährt, soll sich sicher fühlen – egal, wohin er unterwegs ist. 15 Messer weniger im Nahverkehr, das heißt: weniger Gefahr für alle, die mit uns fahren. Der Tag zeigt, dass solche Kontrollen nötig sind – und dass sie sich lohnen. Wir machen weiter. Mein Dank gilt den Einsatzkräften, die an diesem Tag ruhig und besonnen gearbeitet haben.“
Die Polizei Bremen wird auch künftig Kontrollen an Haltestellen und Bahnhöfen durchführen, um gegen Waffen und Drogen konsequent vorzugehen und die Sicherheit der Fahrgäste zu erhöhen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Bremen für 2022/2023
Die Drogenraten in Bremen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 4819 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 6761 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 3884 auf 5372. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 3139 auf 4197, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 2847 auf 3701 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 292 auf 496 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1328 auf 1784. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an registrierten Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 4.819 | 6.761 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 3.884 | 5.372 |
| Anzahl der Verdächtigen | 3.139 | 4.197 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.847 | 3.701 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 292 | 496 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.328 | 1.784 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Bremen für 2023
Im Jahr 2023 gab es insgesamt 20.878 Verkehrsunfälle in Bremen. Davon endeten 2.922 Unfälle mit Personenschaden, was 14% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 418 Fälle aus, was 2% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel waren in 151 Fällen zu verzeichnen, was 0,72% ausmacht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 17.387 Fälle, was 83,28% entspricht. Innerorts ereigneten sich 3.220 Unfälle (15,42%), außerorts (ohne Autobahnen) 73 Unfälle (0,35%) und auf Autobahnen 237 Unfälle (1,14%). Dabei gab es 12 Getötete, 329 Schwerverletzte und 3.189 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 20.878 |
| Unfälle mit Personenschaden | 2.922 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 418 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 151 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 17.387 |
| Ortslage – innerorts | 3.220 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 73 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 237 |
| Getötete | 12 |
| Schwerverletzte | 329 |
| Leichtverletzte | 3.189 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








