Die Polizei Bremen hat nach intensiven Ermittlungen einen Schlag gegen den organisierten Drogenhandel in der Neustadt ausgeführt. Dabei wurden Kiloweise Betäubungsmittel und Bargeld sichergestellt.
Polizei Bremen zerschlägt Drogenhandel in Neustadt

Bremen (ost)
Nach intensiven Untersuchungen über mehrere Wochen hat die Polizei Bremen Ende letzter Woche einen schweren Schlag gegen den organisierten Drogenhandel in der Neustadt gelandet. Am Freitag wurden Haftbefehle für zwei Hauptverdächtige erlassen.
Im Rahmen der Operationen des Zivilen Ermittlungsdienstes und der EG-Straßendeal wurden die Strukturen des örtlichen Straßenhandels aufgedeckt. Die Ermittler identifizierten mehrere vermeintliche Drogenlieferanten, Bunkerwohnungen und Verstecke. Nach gezielten Kontrollen von zwei Männern im Alter von 23 und 37 Jahren und dem Fund von nicht unerheblichen Mengen Heroin und Crack wurden am Donnerstag mehrere Durchsuchungsbeschlüsse in der Neustadt vollstreckt.
Bei den Einsätzen wurden unter anderem etwa ein Kilogramm Heroin, etwa 40 Gramm ungestrecktes Kokain, rund 170 Gramm Crack, etwa 100.000 Euro Bargeld, über ein Kilogramm Streckmittel sowie eine kugelsichere Weste sichergestellt.
Die Ermittlungen ergaben, dass die Drogen von geheimen Wohnungen aus an verschiedene Verkaufsstellen im Stadtteil geliefert wurden. Die Straßenhändler wurden vermutlich von Hintermännern mit Betäubungsmitteln versorgt und überwacht.
Die beiden Männer im Alter von 23 und 37 Jahren wurden verhaftet. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ ein Richter am Freitagnachmittag Haftbefehle für beide.
Die umfangreichen Ermittlungen dauern an.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Bremen für 2022/2023
Die Drogenraten in Deutschland, speziell in der Region Bremen, sind zwischen 2022 und 2023 gestiegen. Im Jahr 2022 wurden 4819 Fälle von Drogenmissbrauch in Bremen registriert, wobei 3884 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 3139, davon waren 2847 männlich und 292 weiblich. 1328 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stiegen die Zahlen weiter an, mit insgesamt 6761 registrierten Fällen, von denen 5372 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 4197, mit 3701 männlichen und 496 weiblichen Verdächtigen. 1784 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Drogenfällen in Deutschland, mit insgesamt 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 4.819 | 6.761 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 3.884 | 5.372 |
| Anzahl der Verdächtigen | 3.139 | 4.197 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.847 | 3.701 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 292 | 496 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.328 | 1.784 |
Quelle: Bundeskriminalamt








