In der Bremer Neustadt wurden zwei junge Männer Opfer von Gewalttaten. Einer erlitt schwere Verletzungen an der Hand, während die Polizei Tatverdächtige aus Algerien und Marokko stellte.
Polizei ermittelt nach Gewalttaten in der Neustadt

Bremen (ost)
In der Bremer Neustadt ereigneten sich am Donnerstag zwei Gewalttaten gegen einen 22-Jährigen und einen 24-jährigen Mann. Die Polizei hat die Untersuchungen aufgenommen.
Anfangs befanden sich die beiden jungen Männer draußen in der Nähe ihrer Wohnung an der Ecke Große Johannisstraße und Süderstraße. Plötzlich tauchte ein Bekannter auf, der zu einer Gruppe gehört, die derzeit bei den beiden Übernachtet. Dieser griff unerwartet mit einer Machete von oben den 24-jährigen Mann an, der versuchte, sich mit seinen Armen und Händen zu verteidigen. Der 24-Jährige erlitt schwere Verletzungen an der Hand, wobei zwei Finger abgetrennt wurden. Er wurde zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Der Angreifer floh, bevor die Polizei eintraf.
Bei einem weiteren Vorfall in der Wohnung der 22- und 24-Jährigen, zu dem die Polizei wegen einer erneuten Auseinandersetzung gerufen wurde, konnte die Machete sichergestellt werden. Vor Ort konnten mehrere Verdächtige aus Algerien und Marokko festgenommen werden, und ihre Handys wurden beschlagnahmt. Einer der Festgenommenen geriet ins Visier der Ermittlungen bezüglich des Machetenangriffs.
Später wurde die Machete von Bekannten des 24-Jährigen in einem Versteck in der Wohnung gefunden und der Polizei übergeben.
Die Polizei ermittelt wegen schwerer Körperverletzung und prüft die Hintergründe der Tat sowie mögliche Verbindungen zur Soko Junge Räuber. Zeugen können sich jederzeit beim Kriminaldauerdienst unter der Rufnummer 0421 362-3888 melden.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Bremen für 2022/2023
Die Mordraten in der Region Bremen sind zwischen 2022 und 2023 gesunken. Im Jahr 2022 wurden 39 Fälle registriert, wovon 36 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 40 Verdächtige, davon 38 männliche und 2 weibliche. 17 der Verdächtigen waren nicht-deutsche Staatsbürger. Im Jahr 2023 wurden nur noch 24 Fälle von Mord gemeldet, von denen 23 aufgeklärt wurden. Es gab insgesamt 29 Verdächtige, davon 28 männliche und 1 weibliche. 13 der Verdächtigen waren nicht-deutsche Staatsbürger. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit insgesamt 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 39 | 24 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 36 | 23 |
| Anzahl der Verdächtigen | 40 | 29 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 38 | 28 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2 | 1 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 17 | 13 |
Quelle: Bundeskriminalamt








