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Polizei gegen Raser und Poser

Die Polizei Bremen bekämpfte erneut die Raser- und Poserszene in Habenhausen. Verstöße wurden verhindert und Bußgelder verhängt.

Foto: Depositphotos

Bremen (ost)

Ort: Bremen-Walle/ Obervieland/Stadtgebiet Zeit: 10.07.2026 bis 12.07.2026

Die Bremer Polizei hat in der Nacht von Samstag auf Sonntag erneut ein angekündigtes Treffen der Raser- und Poserszene in Habenhausen überwacht, das über soziale Medien organisiert wurde. Durch gezielte Maßnahmen und direkte Ansprachen konnten größere Verstöße verhindert werden. Bei Verkehrskontrollen, sowohl mobil als auch stationär im Stadtgebiet, wurden zusätzlich verschiedene Verkehrsverstöße geahndet, die zu hohen Geldstrafen und Fahrverboten führten.

Einmal mehr wurde über ein Social-Media-Konto zu einem Treffen der Raser- und Poserszene am Samstagabend auf dem Parkplatz eines Supermarktes in Habenhausen aufgerufen. Aus diesem Grund waren verstärkt Einsatzkräfte vor Ort und sprachen die Anwesenden direkt an, wenn sie beispielsweise laut aufheulende Motoren hatten. Dadurch konnten größere Verstöße vermieden werden. Zwischenzeitlich waren bis zu 80 Fahrzeuge anwesend.

Am Rande stoppten die Beamten zwei Motorradfahrer, die mit deutlich über 130 km/h unterwegs waren. Die Führerscheine und Motorräder wurden sofort eingezogen. Zudem kontrollierten die Einsatzkräfte ein Auto, dessen Fahrer keinen gültigen Führerschein vorweisen konnte, das nicht zugelassen war und dessen Kennzeichen als gestohlen gemeldet waren. In beiden Fällen wurden entsprechende Strafanzeigen erstattet und weitere Ermittlungen eingeleitet.

Neben diesen Maßnahmen waren sowohl uniformierte als auch zivile Einsatzkräfte am Freitag und Samstag in der Überseestadt unterwegs, um Verkehrskontrollen aufgrund von gemeldeten Lärmbelästigungen durchzuführen. Dabei wurden über 30 Autos und mehr als 60 Personen kontrolliert, Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt, diverse Ordnungswidrigkeiten- und Strafanzeigen erstellt sowie Platzverweise erteilt.

Zusätzlich führten spezialisierte Verkehrsüberwachungskräfte in der Nacht von Freitag auf Samstag im Stadtgebiet und auf der A27 mobile Geschwindigkeitskontrollen durch. Dabei wurden teilweise erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt und geahndet. Ein 20-jähriger Fahrer war mit 184 km/h auf der A27 unterwegs, obwohl dort nur 120 km/h erlaubt sind. Der Fahranfänger muss nun mit 1200 Euro Bußgeld und einem mehrmonatigen Fahrverbot rechnen. Fünf weitere Fahrer erwarten teilweise mehrmonatige Fahrverbote und hohe Geldstrafen.

Die Bremer Polizei wird auch weiterhin konsequent gegen illegale Autorennen, gefährliche Fahrmanöver sowie unnötigen Lärm und Kolonnenfahrten vorgehen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Bremen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in der Region Bremen insgesamt 20.878 Verkehrsunfälle. Davon waren 2.922 Unfälle mit Personenschaden, was 14% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden waren 418, was 2% aller Unfälle entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel machten 151 Fälle aus, was 0,72% entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 17.387, was 83,28% aller Unfälle ausmacht. Innerorts ereigneten sich 3.220 Unfälle (15,42%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 73 (0,35%) und auf Autobahnen 237 (1,14%). Insgesamt gab es 12 Getötete, 329 Schwerverletzte und 3.189 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 20.878
Unfälle mit Personenschaden 2.922
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 418
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 151
Übrige Sachschadensunfälle 17.387
Ortslage – innerorts 3.220
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 73
Ortslage – auf Autobahnen 237
Getötete 12
Schwerverletzte 329
Leichtverletzte 3.189

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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