Über 70 Personen überprüft, Messer und Cannabis beschlagnahmt. Fokus auf Drogen- und Straßenkriminalität sowie Waffenverbotszone.
Polizei kontrolliert im Bahnhofsquartier

Bremen (ost)
Die Bremer Polizei führte Kontrollen im Bahnhofsquartier vom frühen Freitagabend bis in die Nacht durch. Über 70 Personen wurden überprüft und es wurden Messer, gefährliche Gegenstände sowie Cannabis beschlagnahmt.
Neben der Bekämpfung der wahrnehmbaren Drogen- und Straßenkriminalität in der Bahnhofsvorstadt lag der Fokus auf der Kontrolle der Waffenverbotszone. 74 Personen wurden kontrolliert und es wurden diverse Verstöße gegen das Waffengesetz festgestellt. Die Einsatzkräfte stellten Messer, einen Schlagring und bei einem 18-jährigen Straßendealer mehrere Verkaufseinheiten Cannabis sicher. Gegen 23 Uhr kam es am Bahnhofsplatz zu einer Auseinandersetzung, bei der ein 36-Jähriger seinen Kontrahenten mit einer Astsäge angriff. Der 53-Jährige erlitt eine Schnittwunde im Gesicht. Die Einsatzkräfte konnten den Angreifer mit der Säge in der Hand festnehmen und mussten den Einsatz der Schusswaffe androhen, damit er die Waffe fallen ließ. Dabei ließ der 36-Jährige auch ein Kampfmesser zurück.
Es wurden entsprechende Strafanzeigen erstellt, das Messer sowie die Säge wurden beschlagnahmt und Platzverweise wurden erteilt. Die weiteren Ermittlungen laufen noch.
Die Polizei betont: Die Maßnahme ist Teil einer langfristigen Strategie zur nachhaltigen Erhöhung der Sicherheit im Bereich Bahnhofsvorstadt und Viertel. Auch zukünftig werden gezielte Kontrollen – sowohl offen als auch verdeckt – gemeinsam mit Partnerbehörden fortgesetzt.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Bremen für 2022/2023
Die Drogenraten in der Region Bremen stiegen zwischen 2022 und 2023 signifikant an. Im Jahr 2022 wurden 4819 Fälle erfasst, wovon 3884 gelöst wurden. Es gab insgesamt 3139 Verdächtige, darunter 2847 Männer und 292 Frauen. 1328 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der erfassten Fälle auf 6761, wovon 5372 gelöst wurden. Es gab insgesamt 4197 Verdächtige, darunter 3701 Männer und 496 Frauen. 1784 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 4.819 | 6.761 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 3.884 | 5.372 |
| Anzahl der Verdächtigen | 3.139 | 4.197 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.847 | 3.701 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 292 | 496 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.328 | 1.784 |
Quelle: Bundeskriminalamt








