Die Polizei Bremen hat drei mutmaßliche Täter festgenommen, die für Überfälle auf Tankstellen verantwortlich sein sollen. Die Ermittlungen laufen weiter.
Polizei nimmt drei Tatverdächtige fest

Bremen (ost)
Am Wochenende hat die Bremer Polizei drei Verdächtige festgenommen, die im Verdacht stehen, für mehrere Tankstellenüberfälle in den letzten Wochen verantwortlich zu sein. Gegen zwei Beschuldigte wurde Untersuchungshaft beantragt, die von einem Richter angeordnet wurde. Die Ermittlungen sind noch im Gange.
Nach intensiver Ermittlungsarbeit identifizierte die Polizei einen 18-jährigen Jugendlichen. Weitere kriminalpolizeiliche Maßnahmen führten zur Aufdeckung eines 25-jährigen mutmaßlichen Komplizen. Beide Männer wurden von Spezialkräften aufgespürt und verhaftet. Bei Durchsuchungen wurden unter anderem eine Schreckschusswaffe, ein Taser und eine Sturmhaube sichergestellt.
Am Sonntag wurde ein weiterer 18-jähriger Tatverdächtiger identifiziert und vorläufig festgenommen. Auch hier laufen die Ermittlungen weiter.
Die Festnahmen stehen im Zusammenhang mit mehreren schweren Straftaten, darunter einem bewaffneten Überfall auf eine Tankstelle in Bremen-Hemelingen, bei dem ein Mitarbeiter verletzt wurde, einer Freiheitsberaubung eines Tankstellenmitarbeiters in Horn-Lehe sowie der Entführung und dem Raub zum Nachteil einer Tankstellenmitarbeiterin in Burglesum.
Die Bremer Polizei prüft weiterhin mögliche weitere Zusammenhänge und wertet Beweismittel, darunter Videoaufzeichnungen, aus. Weitere Ermittlungsmaßnahmen dauern an.
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Bremen für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Deutschland, insbesondere in der Region Bremen, stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden in Bremen 1036 Fälle von Raubüberfällen registriert, wobei 488 Fälle aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 525, wovon 476 männlich und 49 weiblich waren. 292 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der Raubüberfälle in Bremen auf 1667 Fälle, wobei 720 Fälle aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 712, wovon 644 männlich und 68 weiblich waren. 394 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Raubüberfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 1.036 | 1.667 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 488 | 720 |
| Anzahl der Verdächtigen | 525 | 712 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 476 | 644 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 49 | 68 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 292 | 394 |
Quelle: Bundeskriminalamt








