Eine Gaststätte in Gröpelingen musste geschlossen werden, nachdem Kokain und andere Drogenutensilien gefunden wurden. Ermittlungen gegen den Betreiber dauern an.
Polizei schließt Gaststätte nach Drogenfund

Bremen (ost)
Am Mittwoch führten die Behörden in Bremen gemeinsam mit dem Zoll Kontrollen im Bremer Westen durch. Eine Gaststätte in Gröpelingen musste daraufhin geschlossen werden.
In einem Lokal im Halmerweg wurden zwei Kunden und eine Angestellte angetroffen. Bei einem der Kunden fand die Polizei mehrere Verkaufseinheiten Kokain. Zudem wurden diverse Drogenutensilien im Sanitärbereich entdeckt. Bei den folgenden Hausdurchsuchungen wurden Bargeld im niedrigen fünfstelligen Bereich, Kokain, Heroin, ein Schlagring und verschiedene drogentypische Gegenstände beschlagnahmt. Nach den Maßnahmen wurde die Gaststätte von der Polizei geschlossen, die Türen versiegelt und Anzeigen gemäß dem Betäubungsmittelgesetz erstattet. Die Ermittlungen gegen den 19-jährigen Betreiber dauern an. Darüber hinaus wurden im Zuge der Kontrollen Steuerstraftaten in Bezug auf nicht verzollte Zigaretten in einem Kiosk in der Lupinenstraße festgestellt.
Die Polizei Bremen engagiert sich seit vielen Wochen und Monaten verstärkt im Kampf gegen Straßenkriminalität und wird diese Bemühungen gemeinsam mit anderen Sicherheitsbehörden auch in Zukunft fortsetzen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Bremen für 2022/2023
Die Drogenraten in Bremen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 4819 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 bereits 6761 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 3884 auf 5372. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 3139 auf 4197, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 2847 auf 3701 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 292 auf 496 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen wuchs von 1328 auf 1784. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 4.819 | 6.761 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 3.884 | 5.372 |
| Anzahl der Verdächtigen | 3.139 | 4.197 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.847 | 3.701 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 292 | 496 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.328 | 1.784 |
Quelle: Bundeskriminalamt








