Die Polizei Bremen schloss aufgrund von erheblichen Mängeln einen Kiosk und ein Restaurant im Bahnhofsquartier und im Viertel. Gleichzeitig wurden Erfolge bei der Bekämpfung von Drogen- und Straßenkriminalität verzeichnet.
Polizei schließt Kiosk und Restaurant nach Kontrollen

Bremen (ost)
Am Donnerstag führte die Polizei Bremen zusammen mit dem Ordnungsamt, dem Zoll, dem Finanzamt, der Landeshauptkasse und der Lebensmittelüberwachung Kontrollen im Bahnhofsquartier und im Viertel durch. Während dieser Zeit wurden Kioske, Imbisse, Restaurants und Bars überprüft und es wurden teilweise schwerwiegende Mängel festgestellt. Die Polizei konnte auch Erfolge im Kampf gegen Drogen- und Straßenkriminalität verbuchen.
Insgesamt wurden 16 Lokalitäten rund um den Bahnhof und das Steintorviertel ins Visier der Einsatzkräfte genommen. Dabei wurden Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz, Hygienemängel, Baumängel, abgelaufene Lebensmittel, fehlende Ausschankgenehmigungen und fehlende Preisaushänge festgestellt und geahndet. Ein Kiosk und ein Gastrobetrieb mussten aufgrund erheblicher Mängel sofort von der Polizei geschlossen werden.
Zusätzlich führten Polizisten, auch in zivil, Maßnahmen zur Bekämpfung der Drogenkriminalität im Bahnhofsquartier und Steintor durch. Bei den umfangreichen Kontrollen wurden mehrere Strafanzeigen erstellt, unter anderem wegen Kokain, Cannabis und Bargeld, sowie Straßenhändler festgenommen. Außerdem wurden mehrere Platzverweise ausgesprochen.
Die Polizei Bremen setzt sich seit vielen Wochen und Monaten verstärkt für die Bekämpfung der Straßenkriminalität ein und wird diese Bemühungen gemeinsam mit anderen Sicherheitsbehörden fortsetzen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Bremen für 2022/2023
Die Drogenraten in Bremen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 4819 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 6761 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 3884 auf 5372. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 3139 auf 4197, wobei der Großteil männlich war. Im Jahr 2023 waren 3701 der Verdächtigen männlich und 496 weiblich. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1328 im Jahr 2022 auf 1784 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu wurden im Jahr 2023 in Nordrhein-Westfalen die meisten Drogenfälle in Deutschland registriert, insgesamt 73917.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 4.819 | 6.761 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 3.884 | 5.372 |
| Anzahl der Verdächtigen | 3.139 | 4.197 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.847 | 3.701 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 292 | 496 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.328 | 1.784 |
Quelle: Bundeskriminalamt








