Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Polizei stellt 118 Verkaufseinheiten Cannabis sicher

Ein Mann versucht erfolglos vor der Polizei zu fliehen, wird festgenommen und erhält Platzverweis für das Viertel.

Foto: Depositphotos

Bremen (ost)

Ein schneller Sprint mit langem Nachspiel: Beamte der Polizei Bremen wurden am Wochenende im Steintorviertel auf einen Mann aufmerksam, der in einem Hauseingang verdächtig wirkte, Passanten beobachtete und offensichtlich auf Kunden wartete. Als er jedoch die Polizei bemerkte, verlor er sofort das Interesse an Blickkontakt – und erhöhte sein Tempo.

Die Anweisung, stehen zu bleiben, wurde konsequent vom 40-Jährigen ignoriert. Die Beamten entschieden sich daher für eine sportliche Lösung und nahmen die Verfolgung zu Fuß auf. Der Lauf endete nach wenigen Metern – nicht durch eine Abkürzung, sondern durch Erschöpfung. Die Polizistinnen und Polizisten hatten offensichtlich mehr Ausdauer.

Der Grund für den Fluchtversuch zeigte sich schnell: Neben typisch gestückeltem Bargeld hatte der Mann 118 Verkaufseinheiten Cannabis bei sich. Daher war klar, warum er lieber Distanz hielt.

Der mutmaßliche Drogenhändler wurde vorläufig festgenommen und erhielt zusätzlich einen zweiwöchigen Platzverweis für das Viertel. Die weiteren Ermittlungen sind noch im Gange.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Bremen für 2022/2023

Die Drogenraten in Bremen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 4819 Fälle registriert, von denen 3884 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 3139, wobei 2847 männliche und 292 weibliche Verdächtige waren. 1328 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 6761, wobei 5372 Fälle gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 4197, wobei 3701 männliche und 496 weibliche Verdächtige waren. 1784 Verdächtige waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 4.819 6.761
Anzahl der aufgeklärten Fälle 3.884 5.372
Anzahl der Verdächtigen 3.139 4.197
Anzahl der männlichen Verdächtigen 2.847 3.701
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 292 496
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.328 1.784

Quelle: Bundeskriminalamt

Karte für diesen Artikel

nf24