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Polizei stellt Drogen bei Kontrollen sicher und schließt Bar

Die Polizei Bremen führte umfangreiche Kontrollen durch und konnte Erfolge bei der Bekämpfung der Drogenkriminalität verbuchen.

Foto: Depositphotos

Bremen (ost)

Die Polizei Bremen führte am Mittwoch zusammen mit dem Ordnungsamt, dem Zoll, dem Finanzamt, der Gewerbe- und der Glücksspielaufsicht umfassende Kontrollen in Gröpelingen, Walle und Oslebshausen durch. Von nachmittags bis in den späten Abend wurden Kioske, Imbisse, Restaurants und Bars überprüft und teilweise schwerwiegende Mängel festgestellt. Die Polizei erzielte auch Erfolge im Kampf gegen Drogen- und Straßenkriminalität.

Bei den insgesamt 14 kontrollierten Lokalitäten wurden Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz, Hygiene- und Baumängel, abgelaufene Lebensmittel und Feuerlöscher sowie fehlende Ausschankgenehmigungen festgestellt und geahndet. Eine Sportsbar wurde aufgrund erheblicher Verstöße gegen das Glücksspielgesetz und Steuerverstöße sofort geschlossen.

Parallel dazu führten Polizisten am Mittwoch offene und verdeckte Maßnahmen zur Bekämpfung der Drogenkriminalität rund um den Bahnhof und im Viertel durch. Bei den Kontrollen wurden Kokain, Heroin, Cannabis, Bargeld sowie verschreibungspflichtige Arzneimittel sichergestellt. Insgesamt wurden mehr als 54 Personen kontrolliert, ein Dutzend Platzverweise ausgesprochen und verschiedene Strafanzeigen nach dem Konsumcannabisgesetz sowie wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und das Arzneimittelgesetz erstattet. Eine Person wurde in Gewahrsam genommen, um einen 14-tägigen Platzverweis durchzusetzen.

Seit vielen Wochen und Monaten setzt sich die Polizei Bremen verstärkt für die Bekämpfung der Straßenkriminalität ein und wird diese Bemühungen auch in Zukunft gemeinsam mit Partnerbehörden fortsetzen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Bremen für 2022/2023

Die Drogenraten in Bremen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 4819 Fälle registriert, wovon 3884 gelöst wurden. Es gab insgesamt 3139 Verdächtige, darunter 2847 Männer, 292 Frauen und 1328 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der registrierten Fälle auf 6761, wobei 5372 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 4197 Verdächtige, darunter 3701 Männer, 496 Frauen und 1784 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an aufgezeichneten Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 4.819 6.761
Anzahl der aufgeklärten Fälle 3.884 5.372
Anzahl der Verdächtigen 3.139 4.197
Anzahl der männlichen Verdächtigen 2.847 3.701
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 292 496
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.328 1.784

Quelle: Bundeskriminalamt

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