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Polizei stoppt rumänischen Sattelzug

Die Polizei stoppte einen rumänischen Sattelzug auf der A1 wegen Verstößen gegen Lenkzeiten und fehlende Unternehmenssperre. Der Fahrer hatte eine zweite Fahrerkarte und musste eine Sicherheitsleistung zahlen.

Foto: Depositphotos

Bremen (ost)

Am Sonntagabend haben Beamte der Verkehrsbereitschaft auf der A1 einen rumänischen Sattelauflieger entdeckt. Der Lastwagen wurde bemerkt, weil er zusätzliche Lichter hatte, die nicht erlaubt waren. Bei einer nachfolgenden Überprüfung wurden weitere Verstöße festgestellt. Der Fahrer hat die Lenkzeiten deutlich überschritten.

Der 31-jährige Fahrer hatte ein verbotenes, gelbes Stroboskoplicht an der Vorderseite des Zugfahrzeugs angebracht. Bei einer Kontrolle auf einem Autohof in Hemelingen wurden weitere Verstöße festgestellt, wie das Fehlen einer Unternehmenssperre. Es wurden auch mehrere Geschwindigkeitsüberschreitungen auf deutschen Autobahnen festgestellt, darunter eine Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h.

Besonders auffällig war, dass das Fahrzeug auf einer längeren Reise von Deutschland über Luxemburg, Frankreich und Spanien wieder nach Frankreich und Luxemburg in Deutschland unterwegs war. Die Fahrt wurde angeblich im Zwei-Fahrer-Betrieb durchgeführt, jedoch war vor Ort kein zweiter Fahrer, was den Verdacht auf Fahren mit einer Fremdkarte erhärtete.

Der Verdacht wurde schnell bestätigt: Die Polizisten fanden eine zweite Fahrerkarte, ausgestellt auf einen Landsmann. Es wurden entsprechende Ermittlungen gegen den 31-Jährigen eingeleitet. Darüber hinaus musste er eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1000 Euro hinterlegen.

Da die letzte ordnungsgemäße Ruhezeit des 31-jährigen rumänischen Fahrers deutlich überschritten war, wurde ihm die Weiterfahrt für die gesetzliche Tagesruhezeit (9 Stunden) untersagt.

Die Polizei Bremen warnt: Wer zu lange fährt oder zu wenig schläft, wird schnell gefährlich müde. Müdigkeit am Steuer kann genauso gefährlich sein wie Alkohol am Steuer, da die Reaktionsfähigkeit und Konzentration stark abnehmen. Verstöße werden konsequent geahndet.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Bremen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Bremen insgesamt 20.878 Verkehrsunfälle. Davon waren 2.922 Unfälle mit Personenschaden, was 14% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden waren 418, was 2% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel machten 0,72% aus, insgesamt 151. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 83,28%, also 17.387 Unfälle. Innerorts ereigneten sich 3.220 Unfälle (15,42%), außerorts (ohne Autobahnen) 73 Unfälle (0,35%) und auf Autobahnen 237 Unfälle (1,14%). Insgesamt gab es 12 Getötete, 329 Schwerverletzte und 3.189 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 20.878
Unfälle mit Personenschaden 2.922
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 418
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 151
Übrige Sachschadensunfälle 17.387
Ortslage – innerorts 3.220
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 73
Ortslage – auf Autobahnen 237
Getötete 12
Schwerverletzte 329
Leichtverletzte 3.189

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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