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Polizei warnt vor rotem Kreuz auf Autobahn

Die Polizei Bremen warnt eindringlich davor, rote Kreuze auf Autobahnen zu ignorieren. Trotz deutlicher Sperrungen kam es zu 51 Verstößen innerhalb von 13 Minuten.

Foto: Depositphotos

Bremen (ost)

Die Behörden in Bremen möchten Verkehrsteilnehmer dringend daran erinnern, dass ein rotes Kreuz über einem Fahrstreifen bedeutet, dass dieser nicht befahren werden darf. Dies gilt uneingeschränkt. Besonders in der Ferienzeit mit erhöhtem Verkehrsaufkommen ist es wichtig, auf Verkehrszeichen zu achten, um gefährliche Situationen zu vermeiden.

Letzten Mittwoch sperrten Einsatzkräfte der Verkehrsbereitschaft auf der A1 in Richtung Hamburg den rechten Fahrstreifen, da dort ein liegengebliebener Lastwagen repariert werden musste. Schon mehrere Verkehrsbeeinflussungsanlagen wiesen deutlich mit roten, schräg gekreuzten Balken darauf hin, dass der Fahrstreifen gesperrt war.

Trotzdem ignorierten viele Verkehrsteilnehmer die Sperrung. Einige fuhren trotz des roten Kreuzes weiter auf dem gesperrten Fahrstreifen, andere benutzten sogar den Seitenstreifen, um an der Absicherung vorbeizufahren.

Das besorgniserregende Ergebnis: Innerhalb von nur 13 Minuten wurden 51 Verstöße registriert. Gegen alle Fahrer wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Insgesamt drohen Bußgelder in Höhe von 9.180 Euro sowie 51 Punkte im Fahreignungsregister.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass gesperrte Fahrstreifen nicht ohne Grund gesperrt werden. Hinter solchen Absicherungen arbeiten oft Einsatzkräfte, Pannenhelfer oder Mitarbeiter der Autobahnmeisterei direkt auf der Fahrbahn. Wer ein rotes Kreuz missachtet, setzt nicht nur ein Bußgeld und einen Punkt in Flensburg aufs Spiel – sondern auch Menschenleben.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Bremen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Bremen insgesamt 20.878 Verkehrsunfälle. Davon waren 2.922 Unfälle mit Personenschaden, was 14% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden waren 418, was 2% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel machten 0,72% aus, insgesamt 151 Unfälle. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 17.387, was 83,28% aller Unfälle entspricht. Innerorts ereigneten sich 3.220 Unfälle (15,42%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 73 (0,35%) und auf Autobahnen 237 (1,14%). Insgesamt gab es 12 Getötete, 329 Schwerverletzte und 3.189 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 20.878
Unfälle mit Personenschaden 2.922
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 418
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 151
Übrige Sachschadensunfälle 17.387
Ortslage – innerorts 3.220
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 73
Ortslage – auf Autobahnen 237
Getötete 12
Schwerverletzte 329
Leichtverletzte 3.189

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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