Die Polizei Bremen führte Großkontrollen mit Unterstützung aus 15 Bundesländern, der Schweiz und Österreich durch. Jeder 12. kontrollierte Fahrer stand unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln.
Polizei zieht berauschte Fahrer aus Verkehr

Bremen (ost)
Die Bremer Polizei führte von Dienstag bis Donnerstag in Bremen und Bremerhaven Verkehrskontrollen durch, unterstützt von 15 Bundesländern, der Schweiz, Österreich, dem Zoll, THW und der Landeshauptkasse. Der Fokus lag auf der Erkennung von Drogen im Straßenverkehr. Das Ergebnis war alarmierend: Jeder 12. kontrollierte Fahrer stand unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln.
Das Ziel des länder- und behördenübergreifenden Einsatzes war es, die Verkehrssicherheit zu steigern, berauschte Fahrer aus dem Verkehr zu ziehen und die Zusammenarbeit sowie das Fachwissen im Bereich der Drogenerkennung zu verbessern. Die Bilanzen der Kontrollen sind besorgniserregend:
Insgesamt wurden 1.747 Fahrzeuge und 2.109 Personen tagsüber kontrolliert. Es gab 144 Blutentnahmen aufgrund des Verdachts auf Beeinflussung durch THC, Amphetamin oder Kokain sowie drei wegen des Verdachts auf Alkoholkonsum. Zudem wurden 123 Straftaten festgestellt, darunter viele Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. 53 Fahrer hatten keine gültige Fahrerlaubnis.
Bei den Kontrollen wurden auch 15 Haftbefehle vollstreckt. Ein Fahrer versuchte zu Fuß der Kontrolle zu entkommen und ließ sein Fahrzeug zurück; die Ermittlungen laufen noch. Ein Fahrzeugführer, der unter Kokain stand, zeigte einen im Jahr 2024 gestohlenen Ausweis vor. Weitere Untersuchungen ergaben Verbindungen zu Betrugsdelikten, zudem hatte der Mann keine gültige Fahrerlaubnis. Ein Fahrschulwagen wurde ebenfalls kontrolliert, bei dem der Fahrschüler positiv auf Betäubungsmittel getestet wurde.
Drogenkonsum kann bei Verkehrskontrollen schnell und zuverlässig mithilfe von Vortestgeräten im Schweiß, Speichel oder Urin festgestellt werden. Die Bremer Polizei betont die Notwendigkeit, alle Verkehrsteilnehmer durch solche Maßnahmen zu schützen und kündigt weitere Kontrollen an.
Quelle: Presseportal








