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Polizeikontrollen in Bahnhofsvorstadt und Neustadt

Ein Großaufgebot von Behörden führte Kontrollen durch, um Gewerbekriminalität und Drogenkriminalität zu bekämpfen. Personen wurden kontrolliert, Platzverweise erteilt und Strafanzeigen gefertigt.

Foto: unsplash

Bremen (ost)

Von Donnerstagnachmittag bis Freitag um 3 Uhr führten mehrere Behörden Kontrollen in der Bahnhofsvorstadt, im Steintor und in der Neustadt durch. Neben der Polizei Bremen waren der Ordnungsdienst, das Finanzamt, der Zoll, der Lebensmittelüberwachungsdienst, der Tierschutz und Veterinärdienst sowie die Bauordnung an den Kontrollen beteiligt. Das Ziel der Kontrollen war die Überprüfung von Gewerbebetrieben in der Neustadt im Rahmen der Kriminalitätsbekämpfung, insbesondere nach den Schussabgaben in Huckelriede, sowie die Bekämpfung der öffentlich sichtbaren Drogenkriminalität im Bahnhofsumfeld und im Steintor.

Rund um den Hauptbahnhof und im Steintor wurden Personen überprüft, Platzverweise ausgesprochen und Strafanzeigen unter anderem wegen Verstößen gegen das Konsumcannabisgesetz und das Betäubungsmittelgesetz erstattet. Bei einer Person wurde ein offener Haftbefehl vollstreckt.

In der Neustadt wurden fünf Lokalitäten kontrolliert, von denen drei sofort geschlossen wurden. Darunter ein Café in der Gastfeldstraße und eine Gaststätte in der Friedrich-Ebert-Straße, in denen jeweils erhebliche Mängel und verschiedene Verstöße festgestellt wurden. In einem Café in der Kornstraße besteht neben anderen Mängeln der Verdacht auf illegales Glücksspiel. Neben den Glücksspielautomaten wurden zahlreiche andere Gegenstände wie Handys, Computer, Tablets und andere Elektronikartikel beschlagnahmt. Es besteht der Verdacht, dass es sich um gestohlene Ware handelt. Die Ermittlungen dazu dauern an und entsprechende Strafanzeigen wurden erstattet. Beim Abtransport der Automaten wurde die Polizei vom Technischen Hilfswerk unterstützt.

Die Polizei Bremen wird auch weiterhin verstärkte Kontrollen zur Kriminalitätsbekämpfung durchführen, um das Sicherheitsgefühl in diesen Stadtteilen weiter zu stärken.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Bremen für 2022/2023

Die Drogenraten in Bremen sind zwischen 2022 und 2023 deutlich angestiegen. Im Jahr 2022 wurden 4819 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 6761 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 3884 im Jahr 2022 auf 5372 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 3139 im Jahr 2022 auf 4197 im Jahr 2023. Darunter waren 2847 männliche Verdächtige im Jahr 2022 und 3701 im Jahr 2023. Die Anzahl der weiblichen Verdächtigen stieg von 292 im Jahr 2022 auf 496 im Jahr 2023. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1328 im Jahr 2022 auf 1784 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu wurden im Jahr 2023 in Nordrhein-Westfalen, der Region mit den meisten registrierten Drogenfällen in Deutschland, 73917 Fälle von Drogenkriminalität verzeichnet.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 4.819 6.761
Anzahl der aufgeklärten Fälle 3.884 5.372
Anzahl der Verdächtigen 3.139 4.197
Anzahl der männlichen Verdächtigen 2.847 3.701
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 292 496
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.328 1.784

Quelle: Bundeskriminalamt

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