Bei erhöhtem Aufkommen von Rasern und Posern in der Überseestadt reagierte die Polizei mit gezielten Maßnahmen zur Verkehrslenkung und Kontrolle.
Posen: Polizei bremst Poserszene aus

Bremen (ost)
An einem sonnigen Tag kam es am Samstagabend des Pfingstwochenendes zu einem verstärkten Auftreten der Raser- und Poserszene in der Überseestadt. Die Polizei Bremen war mit vielen Beamten vor Ort und setzte konsequent Maßnahmen zur Verkehrslenkung und Kontrolle um.
Abends begannen die ersten Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern über leistungsstarke Fahrzeuge, zu hohe Geschwindigkeiten, laute Motorengeräusche und laute Musik. In den Bereichen Kommodore-Johnsen-Boulevard, Konsul-Smidt-Straße und rund um den Waller Sand gab es zeitweise einen erheblichen Verkehr, mit über 100 Fahrzeugen, darunter viele aus dem Bremer Umland, die der Poser-Szene zugeordnet werden konnten. Manchmal waren auch Zufahrtswege blockiert, was die Anreise von Polizei, Feuerwehr und öffentlichen Verkehrsmitteln erschwerte.
Die Polizei reagierte frühzeitig mit Maßnahmen. Durch gezielte Verkehrslenkung und Sperrungen an wichtigen Zufahrten konnte der Verkehrsfluss wiederhergestellt und die Situation beruhigt werden. Für die Szene wurde bewusst ein “frustrierender Verkehrsfluss” geschaffen, um spontanes Rasen und Posen zu verhindern. Gegen 22.30 Uhr zeigten sich deutliche Abwanderungstendenzen, gegen Mitternacht hatte sich die Lage weitgehend beruhigt.
Im Rahmen der Maßnahmen wurden insgesamt 42 Fahrzeuge und 76 Personen kontrolliert. Es wurden auch 15 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Offensichtliche Verstöße wurden konsequent geahndet, gleichzeitig führten die Beamten zahlreiche verkehrserzieherische Gespräche.
Die Polizei Bremen wird weiterhin konsequent gegen gefährliches Fahrverhalten und provokante Lärmbelästigungen vorgehen. Ziel der Maßnahmen ist es, Gefahren für Verkehrsteilnehmende zu verhindern, die Lebensqualität im Quartier zu schützen und das Sicherheitsgefühl der Anwohnerinnen und Anwohner zu stärken. Während des Einsatzes bedankten sich mehrere Bürgerinnen und Bürger ausdrücklich bei den Einsatzkräften für ihr polizeiliches Eingreifen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zu Verkehrsunfällen in Bremen für 2023
Im Jahr 2023 ereigneten sich in der Region Bremen insgesamt 20.878 Verkehrsunfälle. Davon waren 2.922 Unfälle mit Personenschaden, was 14% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 418 Fälle aus, was 2% ausmacht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 151 Fällen registriert, was 0,72% entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 17.387 Fälle, was 83,28% ausmacht. Von den Unfällen ereigneten sich 3.220 innerorts (15,42%), 73 außerorts (0,35%) und 237 auf Autobahnen (1,14%). Insgesamt gab es 12 Getötete, 329 Schwerverletzte und 3.189 Leichtverletzte.
| 2023 | |
|---|---|
| Verkehrsunfälle insgesamt | 20.878 |
| Unfälle mit Personenschaden | 2.922 |
| Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden | 418 |
| Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel | 151 |
| Übrige Sachschadensunfälle | 17.387 |
| Ortslage – innerorts | 3.220 |
| Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) | 73 |
| Ortslage – auf Autobahnen | 237 |
| Getötete | 12 |
| Schwerverletzte | 329 |
| Leichtverletzte | 3.189 |
Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)








