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Räuberpistole in Huchting

Eine wilde Fahrt durch das Strafgesetzbuch: Zwei Beteiligte, gestohlener Mercedes, Messerbedrohung und Drogeneinfluss. Polizei ermittelt wegen mehrerer Delikte.

Foto: Depositphotos

Bremen (ost)

Diese Situation liest sich wie eine kurze Reise durch das Strafgesetzbuch: Mehrere Straftaten und zwei Personen mit merkwürdigen Ideen beschäftigten die Polizei Bremen am Donnerstagabend.

Ein 21-jähriger Bremer fuhr mit einem gestohlenen Mercedes, ebenfalls gestohlenen Kennzeichen – und ohne gültige Fahrerlaubnis – im Stadtgebiet herum. Auf dem Parkplatz eines Discounters in der Heinrich-Plett-Allee traf er auf einen 30-jährigen Bekannten. Was danach geschah, beschrieb der 21-Jährige später als eine Mischung aus Streit, Ohrfeige, Messerdrohung und unfreiwilliger Fahrt.

Nach einem Streit auf dem Parkplatz soll der 30-Jährige den Autoschlüssel genommen haben. Er drohte seinem jüngeren Gegner mit einem Messer und zwang ihn, ins Auto zu steigen. Danach fuhren sie gemeinsam weiter – anscheinend mit einem Zwischenstopp, um zwei Hunde zu versorgen. Während der 30-Jährige kurz ausstieg, nutzte der 21-Jährige die Gelegenheit zur Flucht und informierte über seine Schwester die Polizei.

Die Einsatzkräfte trafen den 30-Jährigen kurz darauf in der Antwerpener Straße an – immer noch im gestohlenen Mercedes fahrend – und nahmen ihn vorläufig fest. Auch er hatte keine Fahrerlaubnis und stand unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Im Polizeigewahrsam fühlte sich der Mann plötzlich gesundheitlich schlecht und wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

Warum es überhaupt zu dem Streit kam, bleibt vorerst das Geheimnis der beiden Personen – sie machten keine Angaben dazu.

Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen schweren Raubes, Freiheitsberaubung, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Fahren unter Drogeneinfluss, Urkundenfälschung sowie Diebstahls- und Hehlereidelikten.

Quelle: Presseportal

Raubstatistiken in Bremen für 2022/2023

Die Raubüberfallraten in der Region Bremen in Deutschland stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 1036 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 1667 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 488 im Jahr 2022 auf 720 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 525 auf 712, wobei die Anzahl der männlichen Verdächtigen von 476 auf 644 und die Anzahl der weiblichen Verdächtigen von 49 auf 68 stieg. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 292 auf 394. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Raubüberfällen in Deutschland mit 12625 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 1.036 1.667
Anzahl der aufgeklärten Fälle 488 720
Anzahl der Verdächtigen 525 712
Anzahl der männlichen Verdächtigen 476 644
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 49 68
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 292 394

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Bremen für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Bremen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 20.878 Unfälle. Davon hatten 2.922 Unfälle einen Personenschaden, was 14% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden waren 418, was 2% der Gesamtzahl entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel machten 151 Fälle aus, was 0,72% entspricht. Die restlichen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 17.387, was 83,28% aller Unfälle ausmacht. Innerorts ereigneten sich 3.220 Unfälle, was 15,42% ausmacht, außerorts (ohne Autobahnen) waren es 73 Fälle (0,35%) und auf Autobahnen 237 Unfälle (1,14%). Insgesamt gab es 12 Getötete, 329 Schwerverletzte und 3.189 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 20.878
Unfälle mit Personenschaden 2.922
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 418
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 151
Übrige Sachschadensunfälle 17.387
Ortslage – innerorts 3.220
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 73
Ortslage – auf Autobahnen 237
Getötete 12
Schwerverletzte 329
Leichtverletzte 3.189

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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