Ein 35-jähriger Mann überfiel einen Kiosk unter Vorhalt einer Schreckschusswaffe. Wenige Stunden später wurde er von Einsatzkräften festgenommen, nachdem er eine weitere Person bedroht hatte.
Raubüberfall auf Kiosk in Findorff

Bremen (ost)
Am Sonntagabend griff ein 35-jähriger Mann mit einer Schreckschusswaffe bewaffnet einen Kiosk in Findorff an. Einige Stunden später wurde der Verdächtige von Einsatzkräften festgenommen, nachdem er eine andere Person bedroht haben soll.
Ersten Erkenntnissen zufolge betrat der 35-jährige Mann gegen 17:45 Uhr maskiert und mit einer Waffe den Kiosk im Utbremer Ring. Er bedrohte den 26-jährigen Mitarbeiter und forderte Bargeld. Als der Angestellte ablehnte, schlug der Täter ihm mit der Waffe auf den Kopf. Es kam zu einem Gerangel, bei dem Schüsse fielen. Der 35-Jährige flüchtete schließlich aus dem Kiosk. Bei einer umfangreichen Fahndung wurden mehrere Personen überprüft, aber keinem konnte der Tatvorwurf nachgewiesen werden. Der 26-Jährige wurde mit einer Kopfverletzung ins Krankenhaus gebracht, konnte aber am Abend wieder entlassen werden.
Gegen 2 Uhr morgens wurden Einsatzkräfte in die Utbremer Straße gerufen. Dort trafen sie auf zwei Personen. Ein 44-Jähriger gab an, gerade von der anderen Person mit einer Waffe bedroht worden zu sein. Der zweite Mann versuchte zu fliehen, wurde aber schnell von den Einsatzkräften gestellt.
Ersten Ermittlungen zufolge handelt es sich bei diesem Mann auch um den Verdächtigen des Raubüberfalls am Utbremer Ring. Die vermeintliche Tatwaffe, eine Schreckschusswaffe, und weitere Beweismittel konnten bei ihm sichergestellt werden.
Gegen den Mann wird nun unter anderem wegen schweren Raubes ermittelt. Es wird auch geprüft, ob der 35-Jährige für weitere Verbrechen in Frage kommt. Haftgründe werden derzeit überprüft.
Quelle: Presseportal
Raubstatistiken in Bremen für 2022/2023
Die Raubüberfallraten in Deutschland, insbesondere in der Region Bremen, stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 1036 Fälle von Raubüberfällen registriert, wovon 488 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 525 Verdächtige, darunter 476 Männer und 49 Frauen. Von den Verdächtigen waren 292 nicht-deutsch. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 1667, wovon 720 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 712 Verdächtige, darunter 644 Männer und 68 Frauen. Von den Verdächtigen waren 394 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die meisten registrierten Raubüberfälle in Deutschland mit 12625 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 1.036 | 1.667 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 488 | 720 |
| Anzahl der Verdächtigen | 525 | 712 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 476 | 644 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 49 | 68 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 292 | 394 |
Quelle: Bundeskriminalamt
Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Bremen für 2022/2023
Die Mordraten in der Region Bremen in Deutschland sind zwischen 2022 und 2023 gesunken. Im Jahr 2022 wurden 39 Fälle registriert, von denen 36 gelöst wurden. Es gab insgesamt 40 Verdächtige, darunter 38 Männer und 2 Frauen. 17 der Verdächtigen waren nicht deutsch. Im Jahr 2023 sank die Zahl der Mordfälle auf 24, von denen 23 gelöst wurden. Es gab insgesamt 29 Verdächtige, darunter 28 Männer und 1 Frau. 13 der Verdächtigen waren nicht deutsch. Im Vergleich dazu hatte die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 39 | 24 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 36 | 23 |
| Anzahl der Verdächtigen | 40 | 29 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 38 | 28 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 2 | 1 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 17 | 13 |
Quelle: Bundeskriminalamt








