Die Polizei Bremen führte Kontrollen in Mehrparteienhaus und gewerblichem Objekt durch. Drogen beschlagnahmt, Haftbefehl vollstreckt und Verstöße festgestellt.
Razzia in Bremen

Bremen (ost)
Am Donnerstag führten die Behörden der Stadt Bremen gemeinsam mit dem Ordnungsamt und dem Bauamt Kontrollen in einem Mehrparteienhaus und einem gewerblichen Objekt in der Bahnhofsvorstadt durch. Bei dieser Aktion wurden Betäubungsmittel sichergestellt und ein Haftbefehl vollstreckt. Zudem wurden im Kiosk verschiedene Verstöße festgestellt.
Nach Hinweisen aus der Bevölkerung, dass in den letzten Monaten in einem Mehrparteienhaus in der Straße An der Weide regelmäßig Drogen gehandelt wurden, begannen die Ermittlungen gegen einen 32-jährigen Mann. Aufgrund der Untersuchungsergebnisse wurde ein Durchsuchungsbeschluss für seine Wohnung bei der Staatsanwaltschaft Bremen beantragt und am frühen Donnerstagnachmittag durchgeführt.
Bei der Untersuchung vor Ort beobachteten die Beamten, dass verschiedene Personen regelmäßig das Gebäude betraten und nach kurzer Zeit wieder verließen. In der betroffenen Wohnung trafen die Einsatzkräfte auf Personen aus der Obdachlosen- und Drogenszene. Dort wurden Crack und Heroin gefunden und beschlagnahmt. Ein 27-jähriger Mann, der sich dort aufhielt, hatte einen offenen Haftbefehl, der sofort vollstreckt wurde. Eine weitere Person wurde wegen einer mutmaßlichen Überdosis versorgt und dann den Rettungskräften übergeben. Der 32-jährige Mieter und mutmaßliche Drogenhändler wurde kurz darauf vor dem Gebäude festgenommen. Er wurde zur Wache gebracht und identifiziert. Es wurde eine Anzeige wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz erstattet. Die Ermittlungen dauern an. Das Bauamt stellte verschiedene Mängel im Mehrparteienhaus fest, darunter Brandschutzverstöße, fehlende Rauchmelder und fehlende Genehmigungen für die Wohnungsnutzung. Auch im Treppenhaus wurden auffällige Verschmutzungen wie Fäkalien und Müll entdeckt. Es wurden entsprechende Maßnahmen angeordnet. Auch ein angrenzender Kiosk wurde überprüft. Dort wurden Jugendschutzverstöße und Verstöße gegen die Kennzeichnungspflicht festgestellt und entsprechende Anzeigen erstattet.
Die Polizei Bremen wird auch weiterhin Hinweisen nachgehen und gemeinsam mit anderen Sicherheitsbehörden offene und verdeckte Schwerpunktmaßnahmen durchführen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Bremen für 2022/2023
Die Drogenraten in Bremen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 4819 Fälle registriert, wovon 3884 gelöst wurden. Es gab insgesamt 3139 Verdächtige, darunter 2847 Männer, 292 Frauen und 1328 nicht-deutsche Verdächtige. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 6761, wobei 5372 gelöst wurden. Es gab insgesamt 4197 Verdächtige, darunter 3701 Männer, 496 Frauen und 1784 nicht-deutsche Verdächtige. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 4.819 | 6.761 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 3.884 | 5.372 |
| Anzahl der Verdächtigen | 3.139 | 4.197 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.847 | 3.701 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 292 | 496 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.328 | 1.784 |
Quelle: Bundeskriminalamt








