Drogenfund und Festnahmen bei Wohnungsdurchsuchung, Personen mit offenen Haftbefehlen gestellt
Razzia in Bremerhaven-Geestemünde

Bremerhaven (ost)
Erfolgreiche Aktion für die Rauschgiftfahnder der Polizei Bremerhaven: Während einer Durchsuchung einer Wohnung in Bremerhaven-Geestemünde stellten die Kriminalbeamten verschiedene Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz fest und nahmen dabei auch gesuchte Straftäter fest.
Der Einsatz fand Ende der letzten Woche statt. Hintergrund war ein Verfahren gegen einen vermeintlichen Drogenhändler. Als die Fahnder plötzlich die Wohnung betraten, waren dort gerade mehrere Personen dabei, harte Drogen zu konsumieren. Eine Person versuchte zunächst, sich vor den Polizeibeamten zu verstecken, wurde aber kurz darauf ebenfalls festgenommen. Bei dem Mann fanden die Polizisten verschiedene Drogen wie Kokain, Heroin und Ecstasy.
Mehrere Personen hatten offene Haftbefehle. Sie wurden von Unterstützungskräften der Schutzpolizei der Justizvollzugsanstalt überstellt. Auch der Hauptverdächtige landete aufgrund eines offenen Haftbefehls hinter Gittern.
In der Wohnung entdeckten die Rauschgiftfahnder umfangreiches Beweismaterial. Dazu gehörten neben Betäubungsmitteln auch ein Einhandmesser und Mobiltelefone, die beschlagnahmt wurden. Ebenso fanden die Ermittler zwei gestohlene E-Scooter und ein hochwertiges E-Bike vor – vermutlich Hehlerware.
Die Ermittlungen sind noch im Gange.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Bremen für 2022/2023
Die Drogenraten in Bremen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 4819 Fälle registriert, wovon 3884 gelöst wurden. Es gab insgesamt 3139 Verdächtige, darunter 2847 Männer, 292 Frauen und 1328 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Zahl der registrierten Fälle auf 6761, wobei 5372 Fälle gelöst wurden. Es gab 4197 Verdächtige, darunter 3701 Männer, 496 Frauen und 1784 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 4.819 | 6.761 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 3.884 | 5.372 |
| Anzahl der Verdächtigen | 3.139 | 4.197 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.847 | 3.701 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 292 | 496 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.328 | 1.784 |
Quelle: Bundeskriminalamt








