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Schüsse und Verletzte in Bremen

Am Sonntagabend wurden zwei Männer in der Überseestadt und der Neustadt durch Schüsse verletzt. Polizei ermittelt wegen versuchter Tötungsdelikte.

Foto: Depositphotos

Bremen (ost)

Ort: Bremen-Walle/Neustadt, OT Überseestadt/Huckelriede, Konsul-Smidt-Straße/Kornstraße Zeit: 01.03.2026, 17:35 Uhr und 23:20 Uhr

Am Sonntagabend wurde zunächst ein 43-jähriger Mann in der Überseestadt durch Schüsse verletzt. Kurz darauf wurde in der Neustadt auf einen 42-Jährigen geschossen. Die Polizei war mit starken Kräften vor Ort und sucht nach Zeugen.

Um 17:35 Uhr meldeten mehrere Anrufer über den Notruf der Polizei, dass in der Konsul-Smidt-Straße Schüsse gehört wurden. Die Einsatzkräfte waren schnell zur Stelle und fanden den 43-jährigen Mann am Boden liegend vor. Er hatte Schusswunden in beiden Beinen und blutete stark. Die Polizisten leisteten sofort Erste Hilfe und stoppten die Blutung mit einem Tourniquet. Rettungskräfte brachten den verletzten Mann ins Krankenhaus. Sein Zustand war lebensbedrohlich. Währenddessen sperrten die Einsatzkräfte den Bereich ab und sicherten umfangreiche Spuren, während sie Zeugen befragten. Die Zeugen konnten einen dunkel gekleideten Mann weglaufen sehen.

Etwas später, gegen 23:20 Uhr, wurden Polizeieinsatzkräfte in die Kornstraße gerufen, da dort ein Mann mit einer Schusswunde am Fuß gefunden wurde. Der 42-jährige Mann wurde in der Nähe eines Lokals entdeckt. Auch hier leisteten die Polizisten Erste Hilfe und brachten den Mann ins Krankenhaus. Er berichtete, dass er zuvor einen Streit zwischen zwei Männern beobachtet hatte und schlichten wollte. Dann fielen Schüsse und er wurde getroffen. Der 42-Jährige gab an, dass er die Männer nicht kannte und sie auch nicht beschreiben konnte. Auch hier wurden umfangreiche Spuren gesichert und Zeugen befragt.

Die Staatsanwaltschaft und die Polizei ermitteln in beiden Fällen wegen versuchter Tötungsdelikte. Es wird intensiv untersucht, ob die beiden Vorfälle zusammenhängen. Hinweise werden vom Kriminaldauerdienst unter der Rufnummer 0421 362-3888 entgegengenommen.

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an die Staatsanwaltschaft Bremen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Mord, Totschlag und Tötungsdelikten in Bremen für 2022/2023

Die Mordraten in der Region Bremen zwischen 2022 und 2023 sind rückläufig. Im Jahr 2022 wurden 39 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 nur noch 24 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle war ebenfalls hoch, wobei 36 Fälle im Jahr 2022 und 23 Fälle im Jahr 2023 aufgeklärt wurden. Die Anzahl der Verdächtigen ging ebenfalls zurück, von 40 im Jahr 2022 auf 29 im Jahr 2023. Interessanterweise waren die meisten Verdächtigen männlich, wobei 38 Männer im Jahr 2022 und 28 Männer im Jahr 2023 verdächtigt wurden. Im Vergleich dazu hatte die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von Mordfällen in Deutschland mit 470 registrierten Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 39 24
Anzahl der aufgeklärten Fälle 36 23
Anzahl der Verdächtigen 40 29
Anzahl der männlichen Verdächtigen 38 28
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 2 1
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 17 13

Quelle: Bundeskriminalamt

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