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Schwarmstedt: Alkoholisierter Fahrradfahrer stürzt vor Regionalzug

Ein betrunkenes Fahrradunfall endet glimpflich, aber führt zu erheblichen Zugverspätungen und einer Strafanzeige für den Fahrer.

Foto: Depositphotos

Bremen (ost)

Bf. Schwarmstedt, 27.02.2026 / 22:45 Uhr

Spät am Freitagabend fuhr ein scheinbar stark alkoholisierter 66-Jähriger in der Nähe des Bahnhofs Schwarmstedt auf einem Weg, der parallel zur Bahnstrecke von Hannover nach Buchholz verlief. Als er schließlich ins Gleisbett stürzte, hatte er Glück im Unglück: Der Lokführer eines herannahenden Regionalzuges konnte noch rechtzeitig bremsen. Die Uelzener Bundespolizei ermittelt nun gegen den Fahrradfahrer aus Schwarmstedt.

Um 22:45 Uhr bemerkte der Zugführer des Start-Reisezugs 14436 den offensichtlich alkoholisierten Radfahrer. Dieser fuhr in Zickzacklinien entlang der Gleise. Als er plötzlich die Kontrolle über sein Fahrrad verlor und über den Grünstreifen in Richtung der Gleise fuhr, leitete der Lokführer die Schnellbremsung seines Zuges ein. Der Radfahrer geriet ins Gleisbett, stürzte und blieb mit dem Kopf auf dem Schienenstrang liegen. Durch die bereits eingeleitete Schnellbremsung des Zuges, der in diesem Bereich mit ca. 50 – 60 km/h unterwegs war, kam dieser noch rechtzeitig vor der verunfallten Person zum Stehen. Der Mann musste mit mehreren Platz- und Schürfwunden am Kopf zur weiteren Behandlung in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht werden.

Während der Sachverhaltsaufnahme durch die Uelzener Bundespolizisten war das Gleis bis zum 28.02.2026 um 00:28 Uhr gesperrt. Dadurch kam es bei vier Zügen zu erheblichen Zugverspätungen, die sich insgesamt auf nahezu 400 Minuten summierten. Die Reisenden im Zug blieben unverletzt, mussten ihre Reise jedoch mit Taxis fortsetzen. Dem 66-jährigen Schwarmstedter droht nun eine Strafanzeige wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Bremen für 2023

Im Jahr 2023 gab es in Bremen insgesamt 20.878 Verkehrsunfälle. Davon waren 2.922 Unfälle mit Personenschaden, was 14% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 418 Fälle aus, was 2% entspricht. Es gab 151 Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel, was 0,72% ausmacht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 17.387, was 83,28% entspricht. Bezogen auf die Ortslage waren 3.220 Unfälle innerorts (15,42%), 73 außerorts (0,35%) und 237 auf Autobahnen (1,14%). Es gab insgesamt 12 Getötete, 329 Schwerverletzte und 3.189 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 20.878
Unfälle mit Personenschaden 2.922
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 418
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 151
Übrige Sachschadensunfälle 17.387
Ortslage – innerorts 3.220
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 73
Ortslage – auf Autobahnen 237
Getötete 12
Schwerverletzte 329
Leichtverletzte 3.189

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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