Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Streit im Drogenmilieu eskaliert

Ein 34-jähriger Mann wurde schwer verletzt, der Täter ist flüchtig. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Foto: unsplash

Bremen (ost)

In der Nacht von Montag auf Dienstag kam es zu einem Streit in der Bahnhofsvorstadt, der für einen 34-jährigen Mann mit einem Nasenbeinbruch und einer gespaltenen Kniescheibe endete. Der Täter ist auf der Flucht.

Um 00:30 Uhr wurde ein Kampf auf der Brücke vor dem Gustav-Deetjen-Tunnel von der Videoleitstelle der Polizei beobachtet. Zuerst griff der später verletzte 34-Jährige mit zwei anderen unbekannten Personen zwei am Boden liegende Personen an. Dann tauchte eine weitere männliche Person auf, die begann, den 34-jährigen Mann mit Fäusten, einer kleinen Machete, Tritten und einer Krücke zu attackieren. Insgesamt wurden bis zu 30 Schläge und Tritte gezählt. Schließlich schlug der unbekannte Täter mit der Machete auf das linke Knie des 34-Jährigen ein und flüchtete in Richtung Straße An der Weide. Alle Beteiligten sollen zur Drogenszene am Hauptbahnhof gehören.

Der Haupttäter wird auf ca. 190 cm groß und hellhäutig geschätzt. Zum Zeitpunkt des Vorfalls trug er ein dunkles Oberteil, eine kurze schwarze Hose, graue Schuhe und eine dunkle Kopfbedeckung. Zeugen, die in der Nähe des Gustav-Deetjen-Tunnels oder am Bahnhof entsprechende Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zum Täter geben können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst der Polizei Bremen unter 0421 362-3888 zu melden.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Bremen für 2022/2023

Die Drogenraten in Bremen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 4819 Fälle registriert, wovon 3884 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 3139, darunter 2847 Männer, 292 Frauen und 1328 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 6761, wobei 5372 davon gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen stieg auf 4197, darunter 3701 Männer, 496 Frauen und 1784 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 4.819 6.761
Anzahl der aufgeklärten Fälle 3.884 5.372
Anzahl der Verdächtigen 3.139 4.197
Anzahl der männlichen Verdächtigen 2.847 3.701
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 292 496
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.328 1.784

Quelle: Bundeskriminalamt

Karte für diesen Artikel

nf24