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Super-Recognizer erkennt Taschendieb im Hauptbahnhof wieder

Ein Super-Recognizer der Bundespolizei identifizierte einen Tatverdächtigen, der einem Reisenden das Mobiltelefon und die Geldbörse gestohlen hatte.

Foto: Depositphotos

Bremen (ost)

Hauptbahnhof Bremen, 10. August 2026 / 18:10 Uhr

Circa zwei Monate nach einem Diebstahl im Hauptbahnhof konnte der Super-Recognizer der Bremer Bundespolizei erfolgreich einen bisher unbekannten Verdächtigen identifizieren. Am frühen Montagabend hatte der verdeckte Ermittler, der über eine ausgezeichnete Fähigkeit zur Gesichtserkennung verfügt, den jungen Mann am Hauptbahnhof gesehen.

Dem 19-Jährigen wird vorgeworfen, Mitte Juni einem Reisenden aus Essen sein Mobiltelefon und seine Geldbörse gestohlen zu haben. Nachdem das Opfer in den Metronom nach Hamburg gestiegen war, bemerkte es das Fehlen seiner Sachen und erstattete Anzeige bei der Bundespolizei. Die Beamten sicherten sofort die Aufnahmen der Überwachungskameras und konnten einen Verdächtigen identifizieren. Die Fahndung nach dem unbekannten jungen Mann blieb zunächst erfolglos.

Nachdem der Super-Recognizer den 19-Jährigen, der in Begleitung eines 31-Jährigen war, am Montagabend im Hauptbahnhof erneut erkannt hatte, informierte er seine uniformierten Kollegen. Die beiden Männer hatten bereits nach neuen Diebstahlsmöglichkeiten gesucht. Bei der Festnahme fanden die Bundespolizisten bei dem Duo zwei Mobiltelefone, die offensichtlich zuvor gestohlen worden waren. Beide Männer müssen nun mit Strafverfahren wegen des besonders schweren Falls des Diebstahls rechnen.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Taschendiebstählen in Bremen für 2022/2023

Die Taschendiebstahlraten in der Region Bremen in Deutschland zwischen 2022 und 2023 zeigen einen Anstieg. Im Jahr 2022 wurden 2066 Fälle registriert, während es im Jahr 2023 bereits 2953 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 145 im Jahr 2022 auf 252 im Jahr 2023. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 143 im Jahr 2022 auf 212 im Jahr 2023. Darunter waren 121 männliche und 22 weibliche Verdächtige im Jahr 2022, während es im Jahr 2023 181 männliche und 31 weibliche Verdächtige gab. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 111 im Jahr 2022 auf 172 im Jahr 2023. Im Vergleich dazu hatte die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl von registrierten Taschendiebstahlfällen in Deutschland mit 39519 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 2.066 2.953
Anzahl der aufgeklärten Fälle 145 252
Anzahl der Verdächtigen 143 212
Anzahl der männlichen Verdächtigen 121 181
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 22 31
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 111 172

Quelle: Bundeskriminalamt

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