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Umfangreiche Kontrollen am Bahnhof und im Viertel

Die Polizei Bremen führte gemeinsam mit Bundespolizei und Ordnungsdienst Kontrollen zur Drogenkriminalität und Waffenverbotszone durch. Fast 100 Personen wurden kontrolliert und 14 Platzverweise ausgesprochen.

Foto: unsplash

Bremen (ost)

Am Wochenende hat die Polizei Bremen zusammen mit der Bundespolizei und dem Ordnungsdienst umfangreiche Kontrollen zur Bekämpfung der Drogenkriminalität und der Überwachung der bestehenden Waffenverbotszone in der Bahnhofsvorstadt sowie im Steintorviertel durchgeführt.

Ab etwa 18:00 Uhr waren die Einsatzkräfte am Freitag und Samstag rund um den Bahnhof in Uniform präsent und führten bis spät in die Nacht Kontrollen an zentralen Orten durch. Parallel dazu wurden auch verdeckte Maßnahmen durch zivile Kräfte durchgeführt. Im Ostertor- und Steintorviertel waren ebenfalls Einsatzkräfte an bekannten Hotspots unterwegs.

Insgesamt wurden an beiden Tagen trotz des Wetters fast 100 Personen kontrolliert und durchsucht, und es wurden 14 Platzverweise ausgesprochen. Die Einsatzkräfte stellten unter anderem Messer, einen Schlagring, Pfefferspray, Ecstasy, Cannabis und verschreibungspflichtige Medikamente sicher. Gegen einen Mann lag ein offener Haftbefehl vor. In einem Drogenversteck im Steintorviertel fanden die Einsatzkräfte eine große Menge Cannabis. Außerdem wurden Straf- und Ordnungswidrigkeitenanzeigen erstellt.

Die Polizei betont: Diese Maßnahme ist Teil einer langfristigen Strategie zur nachhaltigen Erhöhung der Sicherheit in der Bahnhofsvorstadt und im Viertel. Auch in Zukunft werden gezielte Kontrollen – sowohl offen als auch verdeckt – gemeinsam mit Partnerbehörden fortgesetzt.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Bremen für 2022/2023

Die Drogenraten in Bremen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 4819 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 6761 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 3884 auf 5372. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 3139 im Jahr 2022 auf 4197 im Jahr 2023. Davon waren 2847 Verdächtige männlich, 292 weiblich und 1328 nicht-deutsch. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 4.819 6.761
Anzahl der aufgeklärten Fälle 3.884 5.372
Anzahl der Verdächtigen 3.139 4.197
Anzahl der männlichen Verdächtigen 2.847 3.701
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 292 496
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.328 1.784

Quelle: Bundeskriminalamt

nf24