Die Polizei führte gemeinsam mit anderen Behörden Kontrollen gegen Drogenkriminalität und Verstöße in Gewerbebetrieben durch. Mehrere Personen wurden festgenommen und Betriebe geschlossen.
Umfangreiche Kontrollen im Bahnhofsquartier

Bremen (ost)
Ort: Bremen-Mitte, Östliche Vorstadt, Neustadt, Huchting
Zeit: 26.8.26, von 14 bis 22 Uhr
Am Mittwoch führte die Polizei Bremen erfolgreich in Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt, dem Zoll, dem Finanzamt und anderen Behörden wie der Gewerbe- und Glücksspielaufsicht umfangreiche Kontrollen durch. Das Ziel der Maßnahmen war es, die Drogenkriminalität zu bekämpfen und gewerbliche Betriebe im Bahnhofsumfeld, im Viertel, in Huchting und der Neustadt zu überprüfen.
Ab etwa 14 Uhr waren die Einsatzkräfte in den verschiedenen Stadtteilen präsent, kontrollierten fast 60 Personen und erstatteten verschiedene Anzeigen, unter anderem wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und Cannnabiskonsumgesetz. Sie identifizierten Straßendealer, entdeckten Drogenverstecke und stellten verschiedene Betäubungsmittel wie Cannabis, Kokain und Ecstasy sowie Bargeld sicher. Zudem wurden Platzverweise erteilt.
Zusätzlich wurden insgesamt 18 Gewerbeobjekte kontrolliert, darunter Bars, Kioske, Imbisse und andere Lokalitäten rund um den Bahnhof, im Steintorviertel, in Huchting und der Neustadt. Eine Bar im Steintor wurde aufgrund von Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz und die Spielverordnung vor Ort geschlossen. Ein Friseurladen in der Innenstadt musste aufgrund erheblicher Kassenmängel sofort durch den Ordnungsdienst geschlossen werden. In anderen Lokalen wurden ebenfalls Kassen- und Hygienemängel, Verstöße gegen das Glücksspielgesetz und fehlerhafte Preisauszeichnungen festgestellt.
Im Rahmen der Maßnahmen kontrollierten die Einsatzkräfte mehrere Personen im Hohentorspark und an der Piepe. Für eine 43-Jährige klickten zunächst die Handschellen, da gegen sie zwei offene Haftbefehle über mehrere Hundert Euro vorlagen. Der offene Betrag konnte im weiteren Verlauf bezahlt werden.
Die Polizei Bremen ist hier behördenübergreifend verstärkt im Einsatz und wird diese Maßnahmen auch zielgerichtet fortsetzen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Bremen für 2022/2023
Die Drogenraten in Bremen stiegen zwischen 2022 und 2023 signifikant an. Im Jahr 2022 wurden 4819 Fälle aufgezeichnet, wovon 3884 gelöst wurden. Es gab insgesamt 3139 Verdächtige, darunter 2847 Männer, 292 Frauen und 1328 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der aufgezeichneten Fälle auf 6761, wobei 5372 Fälle gelöst wurden. Es gab insgesamt 4197 Verdächtige, darunter 3701 Männer, 496 Frauen und 1784 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 4.819 | 6.761 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 3.884 | 5.372 |
| Anzahl der Verdächtigen | 3.139 | 4.197 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.847 | 3.701 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 292 | 496 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.328 | 1.784 |
Quelle: Bundeskriminalamt








