Die Polizei Bremen führte gemeinsam mit anderen Behörden umfangreiche Kontrollen zur Bekämpfung der Drogenkriminalität in verschiedenen Stadtteilen durch. Mehr als 100 Personen wurden kontrolliert und diverse Anzeigen erstattet.
Umfangreiche Kontrollen in Mitte und im Süden

Bremen (ost)
Am Mittwoch führte die Polizei Bremen in Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt, dem Zoll, dem Finanzamt und anderen Behörden umfangreiche Kontrollen durch. Das Ziel war die Bekämpfung der Drogenkriminalität und die Überprüfung gewerblicher Betriebe in Mitte, der Östlichen Vorstadt, der Neustadt und Huchting.
Ab etwa 14 Uhr waren die Einsatzkräfte in den entsprechenden Stadtteilen präsent, kontrollierten über 100 Personen und erstatteten verschiedene Anzeigen, darunter Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Cannnabiskonsumgesetz. Sie griffen bei Drogenverkäufen ein und stellten verschiedene Betäubungsmittel wie Cannabis, Kokain und Ecstasy sowie Bargeld sicher. Zudem erteilten die Beamten Platzverweise und durchsuchten Wohnungen.
Außerdem wurden insgesamt 12 Gewerbeeinheiten wie Kioske, Imbisse und andere Lokalitäten in Huchting und der Neustadt kontrolliert. Ein Grillhaus und eine Bar wurden aufgrund erheblicher Kassen- und Hygienemängel sofort durch den Ordnungsdienst geschlossen. In anderen Lokalen wurden ebenfalls Kassenmängel und fehlerhafte Preisauszeichnungen festgestellt. Zudem wurden ausstehende Steuerschulden eingezogen. In einigen Fällen bestand der Verdacht der Schwarzarbeit.
Im Rahmen polizeilicher Ermittlungen fanden die Einsatzkräfte in der geschlossenen Bar ein Luftgewehr und der Zoll stellte eine große Menge Tabak sicher. Entsprechende Anzeigen wurden erstattet. Im Laufe der Maßnahmen stellten zivile Einsatzkräfte bei mehreren Personen im Hohentorspark verschiedene Drogen sicher, darunter Crack und Kokain sowie Bargeld. Eine 19-Jährige wurde mit auf die Wache genommen, da sie mehrere Verkaufseinheiten Crack bei sich hatte.
Die Polizei Bremen ist hier behördenübergreifend verstärkt im Einsatz und wird diese Maßnahmen gezielt weiterführen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Bremen für 2022/2023
Die Drogenraten in Bremen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 4819 Fälle erfasst, wovon 3884 gelöst werden konnten. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 3139, wobei 2847 männliche und 292 weibliche Verdächtige waren. 1328 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der erfassten Fälle auf 6761, wovon 5372 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 4197, darunter 3701 männliche und 496 weibliche Verdächtige. 1784 der Verdächtigen waren nicht-deutscher Herkunft. Im Vergleich dazu hatte Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an erfassten Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 4.819 | 6.761 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 3.884 | 5.372 |
| Anzahl der Verdächtigen | 3.139 | 4.197 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.847 | 3.701 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 292 | 496 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.328 | 1.784 |
Quelle: Bundeskriminalamt








