Einsatzkräfte entdecken Betäubungsmittel im verdächtigen Fahrzeug und finden später größere Mengen in Keller eines Mittäters. Dealer dem Haftrichter zugeführt.
Vegesack: Dealer überführt

Bremen (ost)
Am Dienstagabend bemerkten Einsatzkräfte in Grohn ein verdächtiges Fahrzeug, führten eine Kontrolle durch und konnten bei der anschließenden Durchsuchung insgesamt mehrere Kilogramm Betäubungsmittel sicherstellen.
Der später 22-jährige Verdächtige wurde aufgrund seines für Dealer typischen Verhaltens von den Einsatzkräften auffällig, was zu einer Kontrolle seiner Person und des von ihm benutzten Fahrzeugs führte. Der Verdacht des Drogenhandels wurde durch den Fund von 52 Gramm Marihuana bestätigt, was die Staatsanwaltschaft veranlasste, die Durchsuchung der Wohnräume anzuordnen, zu denen der Verdächtige Schlüssel bei sich trug. Im Keller eines 36-jährigen Komplizen im Ortsteil Grohn wurden dann 2,1 kg Marihuana, 447 Gramm Kokain und 556 Gramm vermutlich MDMA entdeckt. Er gab an, den Raum zur Verfügung gestellt zu haben, um seine Spielschulden zu begleichen, und sonst keine Verbindung zu den Drogen zu haben. In den anderen Zimmern seiner Wohnung und der des Dealers wurden keine weiteren Gegenstände gefunden, die mit dem Drogenhandel oder den Gewinnen daraus in Verbindung gebracht werden konnten.
Die Betäubungsmittel, das Fahrzeug, mehrere Mobiltelefone und Waffen wurden beschlagnahmt und der überführte Dealer dem Haftrichter vorgeführt, der daraufhin die Untersuchungshaft anordnete. Sowohl ihm als auch dem Kellerbewohner droht im Rahmen des Verfahrens nach dem Betäubungsmittelgesetz eine Haftstrafe von mindestens einem Jahr.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Bremen für 2022/2023
Die Drogenraten in der Region Bremen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 4819 Fälle erfasst, wovon 3884 gelöst wurden. Es gab 3139 Verdächtige, darunter 2847 Männer, 292 Frauen und 1328 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der erfassten Fälle auf 6761, wobei 5372 gelöst wurden. Es gab 4197 Verdächtige, darunter 3701 Männer, 496 Frauen und 1784 Nicht-Deutsche. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 4.819 | 6.761 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 3.884 | 5.372 |
| Anzahl der Verdächtigen | 3.139 | 4.197 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.847 | 3.701 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 292 | 496 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.328 | 1.784 |
Quelle: Bundeskriminalamt








