Polizei führt erfolgreiche Kontrolle mit Schwerpunkt Drogen- und Alkoholeinfluss durch. Mehrere Fahrer positiv getestet, Ermittlungen eingeleitet.
Verkehrskontrolle in Walle

Bremen (ost)
Am Dienstag führten Einsatzkräfte aus Walle zusammen mit Polizeistudierenden eine Verkehrskontrolle durch, bei der der Fokus auf dem Erkennen von Alkohol-, Drogen- und Medikamenteneinfluss im Straßenverkehr sowie der Überprüfung der Verkehrstüchtigkeit lag. Unterstützt wurden die Beamten dabei auch von Zollbeamten.
Zwischen 13:00 und 16:30 Uhr wurden in der Waller Friedhofstraße 36 Fahrzeuge und 58 Personen kontrolliert. Bei 13 Personen wurden Drogenvortests durchgeführt. Vier Personen mussten anschließend Blut abgeben. Ein 28-jähriger Fahrer hatte etwa 140 Gramm Cannabis dabei. Bei einer späteren Wohnungsdurchsuchung wurden ca. 22.000 Euro gefunden und beschlagnahmt. Der Mann wird nun wegen des Handeltreibens mit Cannabis untersucht. Ein anderer Fahrer hatte keine gültige Fahrerlaubnis und war mutmaßlich auch unter dem Einfluss von Cannabis. Ein weiterer zeigte eine gefälschte kroatische Fahrerlaubnis vor, bei ihm reagierte der Drogenvortest ebenfalls positiv.
Der 20-jährige Fahrer eines Opels floh sofort, als er die Kontrollstelle sah. Die Einsatzkräfte konnten den Mann jedoch kurz darauf stellen, nachdem er sein Auto in der Straße “Rübekamp” abgestellt hatte. Auch bei ihm war der Drogenvortest positiv. Sein Führerschein wurde eingezogen.
Die Ergebnisse verdeutlichen die Notwendigkeit solcher Verkehrskontrollen. Die Polizei Bremen wird auch in Zukunft gezielt Verkehrskontrollen durchführen, sowohl stationär als auch mobil mit Streifenwagen und Zivilfahrzeugen.
Quelle: Presseportal
Statistiken zur Drogenkriminalität in Bremen für 2022/2023
Die Drogenraten in Bremen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 4819 Fälle registriert, wovon 3884 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen belief sich auf 3139, darunter 2847 Männer, 292 Frauen und 1328 Nicht-Deutsche. Im Jahr 2023 stieg die Anzahl der registrierten Fälle auf 6761, wobei 5372 gelöst wurden. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich auf 4197, mit 3701 männlichen, 496 weiblichen und 1784 nicht-deutschen Verdächtigen. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.
| 2022 | 2023 | |
|---|---|---|
| Anzahl erfasste Fälle | 4.819 | 6.761 |
| Anzahl der aufgeklärten Fälle | 3.884 | 5.372 |
| Anzahl der Verdächtigen | 3.139 | 4.197 |
| Anzahl der männlichen Verdächtigen | 2.847 | 3.701 |
| Anzahl der weiblichen Verdächtigen | 292 | 496 |
| Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen | 1.328 | 1.784 |
Quelle: Bundeskriminalamt








