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Verkehrskontrollen in Bremen

Die Polizei Bremen führte umfangreiche Verkehrskontrollen durch, bei denen 15 Drogenfahrten festgestellt wurden und ein offener Haftbefehl vollstreckt wurde.

Foto: unsplash

Bremen (ost)

Die Polizei Bremen führte am 18. und 19. März im Rahmen einer Schulung zur Drogenkontrolle im Straßenverkehr umfangreiche Verkehrskontrollen in der Habenhauser Brückenstraße sowie am Autobahnzubringer Hemelingen durch. Verschiedene Organisationen wie der Zoll, die Landeshauptkasse Bremen und das THW unterstützten die Maßnahmen.

Insgesamt wurden 289 Fahrzeuge und 334 Personen von den Einsatzkräften kontrolliert. Dabei wurden zahlreiche Verstöße festgestellt, darunter 15 Drogenfahrten, mehrere Fälle von Fahren ohne Fahrerlaubnis sowie Verstöße gegen das Betäubungsmittel- und Waffengesetz. Ein offener Haftbefehl wurde ebenfalls vollstreckt. Insgesamt wurden 15 Blutentnahmen durchgeführt, um den Verdacht auf Beeinflussung durch berauschende Mittel wie THC, Amphetamin oder Kokain zu überprüfen.

Besonders auffällig war eine 68-jährige Autofahrerin, bei der der Verdacht auf den Konsum von Kokain bestand. Ihr Führerschein wurde eingezogen und ein Strafverfahren eingeleitet. Ein kontrollierter Transporter wies insgesamt 35 erhebliche und gefährliche Mängel auf, was zu einem Fahrverbot führte. Bei einer anderen Kontrolle wurden Betäubungsmittel bei einem Mann gefunden. Ein weiterer Mann konnte einen Haftbefehl gegen Zahlung von 1000 Euro abwenden. Zudem wurde gegen einen Fahrer ein Verfahren wegen Urkundenfälschung eingeleitet, da er unzulässige Kennzeichen an seinem Fahrzeug angebracht hatte.

Zusätzlich wurden offene Forderungen verschiedener Behörden, wie Bußgelder für Schulversäumnisse, Justizkosten oder Steuern, von der Landeshauptkasse eingetrieben. Die Polizei Bremen kündigt weitere Verkehrskontrollen zur Sicherheit im Straßenverkehr an.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Bremen für 2022/2023

Die Drogenraten in Bremen stiegen zwischen 2022 und 2023 signifikant an. Im Jahr 2022 wurden 4819 Fälle von Drogenkriminalität registriert, während es im Jahr 2023 bereits 6761 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 3884 auf 5372. Die Anzahl der Verdächtigen erhöhte sich von 3139 auf 4197, wobei der Großteil männliche Verdächtige waren. Im Vergleich dazu verzeichnete die Region Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 insgesamt 73917 Drogenfälle, was die höchste Anzahl in Deutschland darstellt.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 4.819 6.761
Anzahl der aufgeklärten Fälle 3.884 5.372
Anzahl der Verdächtigen 3.139 4.197
Anzahl der männlichen Verdächtigen 2.847 3.701
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 292 496
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.328 1.784

Quelle: Bundeskriminalamt

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