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Verkehrskontrollen in Bremerhaven

Die Polizei führt umfangreiche Verkehrskontrollen durch und stellt zahlreiche Verstöße fest, darunter Fahrten unter Drogeneinfluss und Mängel an Sicherheitsausrüstung.

Foto: Depositphotos

Bremerhaven (ost)

Am Donnerstag, den 19. März, führte die Polizei Bremerhaven Verkehrskontrollen an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet durch und stellte dabei zahlreiche Ordnungswidrigkeiten und Straftaten fest.

Während des Mittags gab es eine Kontrollstelle in der Georgstraße/Hamburger Straße. Hier wurden 125 Fahrzeuge von den Beamten überprüft. Bei mehr als der Hälfte der Fahrzeuge – in 67 Fällen – wurden Mängel in Bezug auf die vorgeschriebenen Erste-Hilfe-Kästen, Warnwesten und Warndreiecke festgestellt. Zwölf Personen wurden beim Telefonieren während der Fahrt erwischt, 13 Personen trugen keinen Sicherheitsgurt. Es wurde auch eine Strafanzeige wegen fehlender Haftpflichtversicherung für einen E-Scooter erstattet. Insgesamt wurden 60 Verwarnungsgelder und 14 Bußgelder verhängt. Die Bremerhavener Beamten wurden bei diesen Kontrollen von Polizei-Studierenden der Hochschule für Öffentliche Verwaltung Bremen unterstützt.

Am Abend wurden Kontrollposten in der Schiffdorfer Chaussee, Columbusstraße und Weserstraße eingerichtet. Der Schwerpunkt der Kontrollen lag auf Alkohol, Drogen und Medikamenten im Straßenverkehr. Insgesamt wurden 23 Fahrzeuge überprüft. Neun Personen stimmten einem freiwilligen Drogenvortest zu. Bei vier Personen wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Im Rahmen der Kontrollen wurden sieben Verstöße und drei Straftaten festgestellt.

An der Schiffdorfer Chaussee stoppten die Beamten gegen 19 Uhr innerhalb weniger Minuten zwei Autofahrer, die mutmaßlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln am Steuer saßen. Zuerst fiel den Beamten der Fahrer eines VW Polo auf, der sich der Kontrollstelle näherte. Als er von einem Polizisten angehalten werden sollte, verlangsamte der Fahrer nicht seine Geschwindigkeit. Erst unmittelbar vor dem Polizisten bremste das Auto plötzlich ab. Beim Einparken auf dem Kontrollplatz hatte der Fahrer große Schwierigkeiten, sein Fahrzeug zu manövrieren. Während der Kontrolle bemerkten die Beamten körperliche Anzeichen, die auf einen möglichen Alkohol- oder Drogenkonsum des 38-Jährigen hindeuteten. Mehrere freiwillige Körpertests verstärkten diesen Verdacht. Ein ebenfalls freiwilliger Drogenvortest war positiv auf Cannabis und Kokain. Daher wurde eine Blutprobe angeordnet. Die Polizeibeamten nahmen den Autoschlüssel in Verwahrung und erstatteten Anzeige gegen den Fahrer.

Nur fünf Minuten nachdem der 38-Jährige die Kontrollstelle erreicht hatte, näherte sich ein Skoda den Beamten. Auch dieser reagierte nicht auf die Anhaltezeichen des Polizisten auf der Straße. Erst als der Kontrollbeamte aus Sicherheitsgründen zur Seite ging und gegen das vorbeifahrende Auto klopfte, hielt der 53-jährige Fahrer an. Beim Einparken auf dem Kontrollplatz prallte er ungebremst gegen einen Bordstein und beinahe gegen einen Baum.

Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der Mann keine gültige Fahrerlaubnis besaß. Da der Fahrer auch körperliche Auffälligkeiten zeigte, befragten ihn die Polizisten nach dem Konsum von Alkohol oder anderen Rausch- oder Betäubungsmitteln. Der Fahrer bejahte dies und wurde zur Blutentnahme auf die Polizeiwache gebracht. Die Beamten nahmen auch die Fahrzeugschlüssel in Verwahrung und erstatteten entsprechende Anzeigen. Gegen zwei weitere Fahrer, bei denen Drogenvortests positiv auf Cannabis ausfielen, wurden ebenfalls Anzeigen erstattet. Auch sie mussten Blutproben abgeben.

Die Polizei Bremerhaven appelliert in diesem Zusammenhang an die Einhaltung der geltenden Verkehrsregeln. Für Alkohol und Drogen am Steuer gelten strenge gesetzliche Grenzwerte. Verstöße sind keine Bagatellen und können hohe Geldstrafen oder sogar den Entzug der Fahrerlaubnis zur Folge haben.

Quelle: Presseportal

Statistiken zur Drogenkriminalität in Bremen für 2022/2023

Die Drogenraten in Bremen stiegen zwischen 2022 und 2023 deutlich an. Im Jahr 2022 wurden 4819 Fälle erfasst, während es im Jahr 2023 bereits 6761 Fälle waren. Die Anzahl der gelösten Fälle stieg ebenfalls von 3884 auf 5372. Die Anzahl der Verdächtigen stieg von 3139 auf 4197, wobei der Anteil der männlichen Verdächtigen mit 3701 höher war als der der weiblichen Verdächtigen mit 496. Die Anzahl der nicht-deutschen Verdächtigen stieg von 1328 auf 1784. Im Vergleich dazu verzeichnete Nordrhein-Westfalen im Jahr 2023 die höchste Anzahl an Drogenfällen in Deutschland mit 73917 Fällen.

2022 2023
Anzahl erfasste Fälle 4.819 6.761
Anzahl der aufgeklärten Fälle 3.884 5.372
Anzahl der Verdächtigen 3.139 4.197
Anzahl der männlichen Verdächtigen 2.847 3.701
Anzahl der weiblichen Verdächtigen 292 496
Anzahl der nichtdeutschen Verdächtigen 1.328 1.784

Quelle: Bundeskriminalamt

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Bremen für 2023

Die Verkehrsunfallstatistik für Bremen im Jahr 2023 zeigt insgesamt 20878 Unfälle. Davon waren 2922 Unfälle mit Personenschaden, was 14% aller Unfälle ausmacht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden waren 418, was 2% entspricht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel machten 151 Fälle aus, was 0.72% entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 17387, was 83.28% aller Unfälle ausmacht. Innerorts gab es 3220 Unfälle (15.42%), außerorts (ohne Autobahnen) 73 Unfälle (0.35%) und auf Autobahnen 237 Unfälle (1.14%). Insgesamt gab es 12 Getötete, 329 Schwerverletzte und 3189 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 20.878
Unfälle mit Personenschaden 2.922
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 418
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 151
Übrige Sachschadensunfälle 17.387
Ortslage – innerorts 3.220
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 73
Ortslage – auf Autobahnen 237
Getötete 12
Schwerverletzte 329
Leichtverletzte 3.189

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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