Drei Mädchen im Bremer Hauptbahnhof wehren sich gegen Bundespolizisten, zwei galten als vermisst und wurden in Gewahrsam genommen, während das dritte Mädchen freiwillig folgte.
Vermisste Minderjährige leisten Widerstand

Bremen (ost)
Bremen Hauptbahnhof, 23. Juni 2026 / 07:00 Uhr
Am Dienstagmorgen schienen drei junge Mädchen im Bremer Hauptbahnhof zunächst Hilfe zu benötigen. Sie riefen mehrmals den Polizeinotruf an, ohne jedoch den Grund für ihre vermeintliche Notlage zu nennen.
Die Bundespolizei wurde alarmiert und fand kurz darauf in der Haupthalle des Bremer Hauptbahnhofs drei Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren vor. Bei der Überprüfung ihrer Ausweise stellte sich heraus, dass zwei der Mädchen als vermisst gemeldet waren. Als die Bundespolizisten versuchten, die Mädchen in Gewahrsam zu nehmen, wehrten sich die beiden heftig dagegen und leisteten Widerstand. Sie weigerten sich, mitzukommen, versuchten sich mehrmals aus dem Griff der Beamten zu befreien und sich entgegen der Laufrichtung zu bewegen. Einer der Beamten erlitt Kratzwunden durch das Verhalten der Mädchen.
Das dritte Mädchen folgte den Bundespolizisten und ihren jungen Begleiterinnen freiwillig. Da es nicht als vermisst galt, durfte es die Bundespolizeiwache schnell wieder verlassen.
Die Beamten leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte gegen die 12-jährige und die 17-jährige ein. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen brachten sie die beiden Jugendlichen in eine Jugendunterkunft bzw. zum Jugendamt.
Quelle: Presseportal








