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Zu schnelle Fahrer ohne Führerschein: Polizei zieht Osterbilanz

Die Polizei Bremen führte über Ostern verstärkte Geschwindigkeitskontrollen durch. Es gab hunderte Geschwindigkeitsüberschreitungen und weitere Verkehrsverstöße.

Foto: Depositphotos

Bremen (ost)

Über die Feiertage hat die Polizei Bremen verstärkt Geschwindigkeits- und Verkehrskontrollen im gesamten Stadtgebiet durchgeführt. Dabei wurden mehrere hundert Geschwindigkeitsüberschreitungen und andere Verkehrsverstöße festgestellt.

Der Hauptgrund für diese intensiven Maßnahmen ist die Entwicklung der Verkehrsunfallzahlen: Im letzten Jahr ist die Anzahl der Unfälle in Bremen mit den Hauptursachen Abstand und Geschwindigkeit um fast 30 Prozent von 5.063 auf 6.482 gestiegen. Die Polizei Bremen setzt daher weiterhin gezielt auf Kontrollen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Anzahl der Verletzten zu reduzieren.

Am “Car-Friday” lag ein Schwerpunkt der Maßnahmen in der Überseestadt. Auf dem Kommodore-Johnsen-Boulevard gab es erfreulicherweise keine Tempoverstöße, da nur wenige Fahrzeuge unterwegs waren. Allerdings gab es trotzdem einige Auffälligkeiten: Einsatzkräfte kontrollierten einen Mann, der bereits bekannt war – jedoch nicht wegen vorbildlichen Fahrverhaltens, sondern wegen fehlender Fahrerlaubnis. Auch dieses Mal konnte er diese nicht vorweisen. Zudem passten die Kennzeichen nicht zu seinem Fahrzeug. Nachdem der Autoschlüssel beschlagnahmt wurde, versuchte der Mann später erneut loszufahren – jedoch unter den wachsamen Augen der Polizei. Dieser Versuch endete ebenfalls vor Fahrtantritt.

Am Abend wurde ein weiterer Autofahrer kontrolliert, bei dem der Verdacht auf Drogenkonsum bestand. Der Tourist aus Albanien zeigte deutliche Anzeichen von Kokainkonsum – einschließlich sichtbarer Spuren im Nasenbereich, die den Einsatzkräften auffielen. Eine Blutentnahme wurde angeordnet und der Mann musste eine Sicherheitsleistung hinterlegen.

Auch auf den Autobahnen waren spezialisierte Kräfte im Einsatz. Auf der A 27 in Richtung Cuxhaven wurde ein 30-Jähriger mit 188 km/h bei erlaubten 120 km/h gemessen. Es stellte sich heraus, dass auch er keine gültige Fahrerlaubnis besaß.

Auf dem Breitenweg war ein Fahrer mit 100 km/h statt erlaubten 50 km/h unterwegs. Zudem wurden weitere Verstöße geahndet, darunter Rotlichtverstöße, nicht gesicherte Kinder im Auto oder das Erlöschen der Betriebserlaubnis durch nicht zugelassene Teile.

Die Polizei Bremen wird die Kontrollen weiterhin konsequent durchführen, um die Sicherheit auf den Straßen nachhaltig zu verbessern.

Quelle: Presseportal

Statistiken zu Verkehrsunfällen in Bremen für 2023

Im Jahr 2023 gab es insgesamt 20878 Verkehrsunfälle in Bremen. Davon waren 2922 Unfälle mit Personenschaden, was 14% entspricht. Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden machten 418 Fälle aus, was 2% ausmacht. Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel wurden in 151 Fällen registriert, was 0.72% entspricht. Die übrigen Sachschadensunfälle beliefen sich auf 17387 Fälle, was 83.28% ausmacht. Innerorts ereigneten sich 3220 Unfälle (15.42%), außerorts (ohne Autobahnen) waren es 73 (0.35%) und auf Autobahnen 237 (1.14%). Insgesamt gab es 12 Getötete, 329 Schwerverletzte und 3189 Leichtverletzte.

2023
Verkehrsunfälle insgesamt 20.878
Unfälle mit Personenschaden 2.922
Schwerwiegende Unfälle mit nur Sachschaden 418
Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel 151
Übrige Sachschadensunfälle 17.387
Ortslage – innerorts 3.220
Ortslage – außerorts (ohne Autobahnen) 73
Ortslage – auf Autobahnen 237
Getötete 12
Schwerverletzte 329
Leichtverletzte 3.189

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis)

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